Ein Schild mit einem roten Kreuz weist den Weg zur Notaufnahme des Klinikums Region Hannover.

Stand: 10.04.2026 14:32 Uhr

Nach dem Angriff auf eine Frau in Hannover-Bothfeld ist der Ex-Partner der 34-Jährigen in Untersuchungshaft gekommen. Die Hintergründe der Tat am Mittwochmorgen sind laut Ermittlern weiter unklar.

Der 52-Jährige werde dringend verdächtigt, seine ehemalige Lebensgefährtin angegriffen und schwer verletzt zu haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Hannover am Freitag mit. Ein Haftrichter habe am Donnerstag die Untersuchungshaft auf Antrag der Staatsanwaltschaft angeordnet.

Ex-Lebensgefährte soll selbst Notruf gewählt haben

Die Ermittler gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die Frau war am Mittwochmorgen nach einem gegen 8 Uhr eingegangenen Notruf mit mehreren Stichverletzungen in ihrer Wohnung im Stadtteil Bothfeld gefunden worden. Ihr Ex-Lebensgefährte geriet direkt in den Fokus der Ermittler: Die Polizei hatte den Mann vor Ort angetroffen. Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts wurde der 52-Jährige, der selbst den Notruf gewählt haben soll, vorläufig festgenommen.

Frau wird weiter medizinisch behandelt

Laut Polizei soll es sich bei der Tatwaffe um ein Messer handeln. Weitere Informationen zum Tathergang gibt es bislang nicht. Zu den Hintergründen der Tat werde weiter ermittelt, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die schwer verletzte 34-Jährige werde weiter medizinisch behandelt, hieß es. Die Frau war am Mittwoch nach Erste-Hilfe-Maßnahmen in Begleitung eines Notarztes ins Krankenhaus gebracht worden.

Eine Frau hält ein Schild mit der Aufschrift "Femizid als Straftatbestand".

Am Nachmittag soll es mehrere Redebeiträge geben. Anlass ist unter anderem der aktuelle Fall aus Barsinghausen.

Landgericht Verden

Er soll seine Ex-Freundin in Nienburg getötet haben, weil sie sich trennte. Das Gericht verhängte eine lebenslange Haftstrafe.

Auf dem Boden liegende gelbe Schilder informieren über die Opfer von Femiziden bei einer Kundgebung vor dem Landgericht in Göttingen.

Fast täglich töten Männer Frauen. Susanne Beck erklärt, warum das ein gesellschaftliches Problem ist.

Eine Frau sitzt neben einem gesprungenen Spiegel auf einem Bett und hält ihren Kopf in den Händen.

Forschende – auch aus Niedersachsen – fanden heraus, dass die Männer meist aus Besitzdenken oder Eifersucht heraus töten.

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