Auf einem Kasernengelände der Bundeswehr in Hamburg-Osdorf soll ein neues Wohnquartier entstehen. Mit bis zu 400 bezahlbaren Wohnungen und einer Kindertagesstätte. Das Projekt ist Teil der bundesweiten Wohnraumoffensive und wird vom Bezirksamt Altona und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gemeinsam entwickelt. Doch es gibt einen Haken: Die neuen Wohnungen mit den günstigen Mieten gehen in erster Linie an Bundesbedienstete.
Ab 2029 soll es losgehen: Auf dem Gelände der Generalleutnant-Graf-von-Baudissin-Kaserne in Osdorf soll ein neues Wohnquartier entstehen. Geplant ist der Bau von 350 bis 400 Wohnungen, einer Kita und Quartiersgaragen für Auto-Stellplätze.
Aktuell läuft ein städtebaulich-freiraumplanerisches Workshopverfahren, um die Grundkonzeption für das Quartier zu erarbeiten, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamts Altona. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) plant das Bezirksamt Altona, einen städtebaulichen Vertrag über die Entwicklung des neuen Wohnquartiers abzuschließen.
Neues Wohnquartier: Sozial ausgewogen und klimaresilient
Ziel der Planung ist es, ein klimaresilientes und sozial ausgewogenes Quartier zu schaffen. Derzeit wird die Kaserne noch von der Bundeswehr genutzt: In der Mitte des Areals gibt es einen Gebäudekomplex, den die Bundeswehr für Seminarräume nutzt, genannt die „Windmühle“. Diese Gebäude sollen erhalten und zu Wohnraum umfunktioniert werden. Ebenso sollen der grüne, parkähnliche Charakter der Fläche sowie der Baumbestand erhalten bleiben.
Soldaten der Bundeswehr auf dem Gelände der Kaserne in Osdorf. (Archivfoto) picture alliance / ABBfoto
Soldaten der Bundeswehr auf dem Gelände der Kaserne in Osdorf. (Archivfoto)Kaserne in Osdorf weicht Wohnraum für Beamte
Wohingegen die Gebäude der ehemaligen Feldwebelkaserne aus den 50er Jahren abgerissen werden sollen. Diese befinden sich etwas weiter nördlich entlang der Straße Rugenbarg. An ihrer Stelle sollen Neubauten entstehen. Damit die aktuellen Bewohner der Gebäude innerhalb des Quartiers umziehen können, soll das Bauvorhaben in mehreren Bauabschnitten umgesetzt werden.
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Allerdings ist der neu geschaffene Wohnraum in erster Linie für Bundesbedienstete vorgesehen – zum Beispiel für Beschäftigte der Polizei oder des Zolls. Grund dafür: Das Projekt ist Teil der Wohnungsfürsorge des Bundes, welche Wohnraum zu preisgedämpften Mieten für Beschäftigte des Bundes plant.
Altonas Bezirkschef sieht Entlastung des Wohnungsmarktes
Dr. Sebastian Kloth, Bezirksamtsleiter Altona, hält das für eine großartige Chance für den Stadtteil. „Durch den Bezug dieses Standorts werden an anderen Stellen wieder Wohnungen für die Allgemeinheit frei. Wir werden mit diesem Projekt also zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen.“ Und falls es bei den Beamten keinen Bedarf geben sollte, kommen die Wohnungen zu den gleichen Konditionen auf den freien Markt.
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Auch die Öffentlichkeit ist eingeladen, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen. Am 21. April findet eine öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge statt, bei der Bürger:innen Anmerkungen zu den Entwürfen abgeben können.
Auf einer Jury-Sitzung am 22. April wird dann der Siegerentwurf des Wettbewerbs gekürt. Anschließend werden die Wettbewerbsergebnisse vom 27. April bis 7. Mai im Bürgerhaus Bornheide präsentiert. Im weiteren Verlauf sind eine öffentliche Plandiskussion und die Vorstellung der Ergebnisse im Stadtentwicklungsausschuss geplant.
