Stark begonnen, stark nachgelassen: Arminia Bielefelds Auswärtsschwäche hält an, am Freitag gab es eine 1:4-Niederlage beim Karlsruher SC.
Karlsruhe (gl) – Der große Schriftzug über dem Gäste-Block war nicht zu überlesen und Botschaft und Aufforderung zugleich. „Zerreißt euch für unsere Farben – gemeinsam zum Klassenerhalt“ stand dort geschrieben. Nach dem Schlusspfiff rollten die Arminia-Fans ihr Banner wieder ein und fuhren bedient nach Hause. Ein guter Start samt früher Führung schürte die Hoffnung auf den nächsten Schritt aus dem Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga. Doch unterm Strich stand für Arminia Bielefeld eine herbe 1:4 (1:1)-Klatsche beim Karlsruher SC.
Stark begonnen, stark nachgelassen – das große Zittern geht nach der höchsten Saisonniederlage in die nächste Runde. Die Freude der Ostwestfalen über Robin Knoches 0:1 (11.) nach einem Einwurf von Joel Grodowski währte nur kurz, weil Ben Farhat mit einem Konter schnell mit dem Ausgleich antwortete (18.). Dann patzten die Arminen folgenschwer. Erst klärte Arne Sicker per Kopf genau vor die Füße von Christoph Kobald, der direkt abzog und Karlsruhe in Führung brachte (62.). Dann rutschte DSC-Schlussmann Jonas Kersken, vermutlich irritiert von Fabian Schleusener, ein eigentlich harmloser Freistoß von Marvin Wanitzek durch die Arme – 3:1 (62.). Shio Fukuda traf auch noch zum 4:1 (89.).
Was für ein bitterer Abend für die Arminia, die im Abstiegskampf nach zwei Siegen in Folge keinen weiteren Boden gutmachen konnte und das auswärtsschwächste Team der 2. Liga bleibt. Der KSC dagegen feierte zwei Tage nach dem verkündeten Aus von Trainer Christian Eichner im Sommer einen aufgrund der zweiten Halbzeit verdienten Heimsieg. Arminias Kapitän Mael Corboz war nach dem Systemabsturz in der zweiten Hälfte restlos bedient. „Wir spielen eine gute erste Halbzeit. Trotzdem haben wir das Spiel verdient verloren, weil wir in der letzten halben Stunde mental nicht mehr da waren. Das darf uns nicht passieren, da muss auch ich als Kapitän mir an die eigene Nase fassen.“ Der Weg zum Klassenerhalt muss für die Arminen angesichts der gravierenden Auswärtsschwäche wohl über die Heimspiele gehen – am nächsten Samstag ist der 1. FC Nürnberg in der Schüco-Arena zu Gast.
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