Karlsruhe. Der DSC Arminia hat seinen Ruf als schwächstes Auswärtsteam der 2. Liga zementiert. Am Freitagabend unterlagen die Bielefelder vor 31.921 Zuschauern beim Karlsruher SC nach einer 1:0-Führung noch mit 1:4 (1:1). Die Lage im Tabellenkeller hat sich für den Abstiegskandidaten damit wieder verschärft.

Mitch Kniat entschied sich für exakt jene Startelf, die er auch schon beim 2:1-Erfolg zuvor gegen Darmstadt 98 auf den Platz geschickt hatte. Im Sturmzentrum begann also erneut Semir Telalovic. Zudem konnte der Arminia-Trainer auch auf Maximilian Bauer zurückgreifen. Der Innenverteidiger hatte unter der Woche mit Fieber zu kämpfen, meldete sich aber rechtzeitig einsatzbereit.

Zum ersten Mal nach langer Verletzungspause hatte es auch Flügelstürmer Isaiah Young mal wieder in den DSC-Kader geschafft. Er rückte für den gelbgesperrten Benjamin Boakye ins Aufgebot.Die Gäste näherten sich früh dem Tor der Badener an. Nach starkem Pass von Lannert offenbarte Momuluh allerdings Probleme bei der Ballmitnahme. Ihm sprang der Ball zu weit vom Fuß, KSC-Keeper Bernat sagte Danke (5. Minute). Da war mehr drin.

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DSC Arminia Bielefeld

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Knoche bringt Arminia in Führung

Besser machte es nur sechs Minuten später Robin Knoche. Nach einem weiten Einwurf von Joel Grodowski, der mit blonder Eminem-Frisur (Slim Shady) auflief, kam am Fünfmeterraum der aufgerückte Verteidiger frei zum Abschluss. Knoches überlegter Schuss prallte vom Innenpfosten zur Arminia-Führung ins Netz (11.).


Frisch blondiert: Arminia-Angreifer Joel Grodowski. - © IMAGO/Beautiful Sports

Frisch blondiert: Arminia-Angreifer Joel Grodowski.
| © IMAGO/Beautiful Sports

Doch die Freude des auswärtsschwächsten Teams der 2. Liga währte nur kurz. Denn nach einem erneuten Bielefelder Einwurf schalteten die Karlsruher schnell um. Einem Ballverlust von Marius Wörl folgte ein wunderbarer Pass von Wanitzek in den Lauf von Ben Farhat. Der Tunesier fackelte nicht lange und schloss mit einem platzierten Flachschuss unhaltbar für Kersken zum 1:1 ab (18.). Nach den Turbulenzen unter der Woche um ihren Coach Christian Eichner, der den KSC zum Saisonende verlassen muss, gaben die Karlsruher damit die passende Antwort.

Und nur eine Minute später tauchte Ben Farhat schon wieder vor Kersken auf. Diesmal packte der Arminia-Schlussmann aber ganz sicher zu (19.).

Arminia erholt sich vom Ausgleich schnell

Die Gäste waren dieser beiden starken Aktionen der Hausherren zum Trotz das bessere Team, erholten sich recht schnell vom Ausgleich und nahmen direkt wieder das Heft in die Hand. Wirklich gefährlich wurden die feldüberlegenen Ostwestfalen aber nur selten.

Nach dem Wiederbeginn war es mit der DSC-Dominanz dann aber erstmal dahin. Karlsruhe kam besser ins Spiel. Und natürlich war es wieder Ben Farhat, der Kersken zum Abtauchen ins kurze Eck zwang (54.).

Kniat reagierte mit einem Doppelwechsel. Der Trainer brachte Rochelt und Hagmann für Einwurf-Monster Grodowski und Rechtsverteidiger Lannert.

Überlegter Schuss ins lange Eck

Kaum hatten die beiden das Spielfeld verlassen, schlug es zum zweiten Mal im Kasten der Arminen ein. Sickers Klärungsversuch landete genau vor den Füßen von Christoph Kobald. Der KSC-Profi überwand Kersken mit einem überlegten Schuss ins lange Eck (2:1, 63.).

Arminia antwortete mit wütenden Angriffen und zwei weiteren frischen Kräften. Uldrikis und Sarenren Bazee ersetzten Telalovic und Momuluh.

Und wieder vergingen nur wenige Augenblicke, ehe der Ball erneut im DSC-Netz zappelte. Ein harmloser Freistoß von Wanitzek flutsche durch die Abwehr – und auch unter Kersken hindurch (3:1, 77.). Ein schlimmer Patzer des DSC-Schlussmannes, auch wenn er von Schleusener vielleicht noch ein kleines bisschen irritiert wurde.

Der eingewechselte Shio Fukuda erhöhte in der 89. Minute sogar noch auf 4:1. Dabei blieb es.