Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Drohnentrümmer stürzen auf russisches Öldepot – Feuer
Aktualisiert am 11.04.2026 – 11:43 UhrLesedauer: 16 Min.
Ukrainische Drohneneinheit (Symbolbild): Drohnenteile sind auf ein Öldepot in Russland gestürzt. (Quelle: Stringer/reuters)
Ein russisches Öllager ist in Brand geraten. Estland will eine Konfrontation mit Russland vermeiden. Alle Entwicklungen im Newsblog.
In der Stadt Krymsk in der südrussischen Oblast Krasnodar ist nach dem Absturz von Drohnenteilen auf dem Gelände eines Öldepots ein Feuer ausgebrochen. Der in der Nacht entstandene Brand sei bis zum Morgen gelöscht worden, teilen die örtlichen Behörden mit. Verletzte gebe es nicht.
Vor der angekündigten Waffenruhe für das orthodoxe Osterfest haben Russland und die Ukraine ihre Drohnenangriffe fortgesetzt. In Odessa am Schwarzen Meer wurden Behörden zufolge mindestens zwei Menschen getötet. Es habe auch Verletzte, Schäden an vielen Wohnhäusern und an einem Kindergarten gegeben, teilte die Verwaltung der ukrainischen Stadt mit.
Die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine meldete nach russischen Angriffen mindestens 17 Verletzte sowie ebenfalls Schäden an Wohnhäusern, einem Kindergarten und zahlreichen Autos.
Das russische Verteidigungsministerium sprach indes am Morgen von 99 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium keine Angaben.
Ukrainische Angriffe auf Russlands Ölindustrie haben nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation Greenpeace kurzfristig Auswirkungen auf die sogenannte russische Schattenflotte in der Ostsee gezeigt. „Für einige Tage kamen keine beladenen Tanker mehr aus Richtung Osten, und die wenigen, die unterwegs waren, fuhren größtenteils leer“, teilte eine Greenpeace-Sprecherin mit.
Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen mit Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Objekte in Brand gesetzt. Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war schon mehrfach der Hafen Primorsk Ziel ukrainischer Angriffe. Auch den russischen Öl- und Gashafen Ust-Luga an der Ostsee bei St. Petersburg hatten ukrainische Langstreckendrohnen wiederholt angegriffen.
Estland verzichtet aus Sorge vor einer militärischen Eskalation darauf, Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte in der Ostsee festzusetzen. Das Risiko sei zu hoch, sagt der estnische Marine-Befehlshaber Ivo Vark der Nachrichtenagentur Reuters. Russland habe seine militärische Präsenz im Finnischen Meerbusen deutlich verstärkt und patrouilliere dort permanent mit bewaffneten Schiffen. Derzeit warten in den Gewässern vor Estland rund 30 bis 40 Tanker auf die Einfahrt in russische Häfen, nachdem ukrainische Drohnen die Hafenanlagen immer wieder getroffen haben.
