Die von Industrieländern bereitgestellten Entwicklungsgelder sind im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Sie sanken im Vergleich zum Vorjahr um 23,1 Prozent auf 174,3 Milliarden US-Dollar, wie die OECD am Donnerstag mitteilte.

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Damit lägen die Gelder wieder auf dem Niveau von vor knapp zehn Jahren. Deutschland avancierte trotz erheblicher Kürzungen mit 29,1 Milliarden US-Dollar zum größten Geberland, gefolgt von den USA, Großbritannien und Japan, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das Aufrücken an die Spitze ist vor allem auf den massiven Rückzug der USA zurückzuführen, deren Leistungen um 56,9 Prozent einbrachen.

Nur vier Länder weltweit erreichten im vergangenen Jahr laut OECD-Angaben das von den Vereinten Nationen gesetzte Ziel, mindestens 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Auslandshilfe einzusetzen. In Deutschland fiel die Quote von 0,68 auf 0,56 Prozent, weltweit auf durchschnittlich 0,26 Prozent.

Kritik an Kürzungen

Kritik an der Entwicklung äußerten Hilfswerke. Kirchliche Werke wie „Brot für die Welt“, Misereor, Caritas International und Diakonie Katastrophenhilfe warnten von einer „gefährlichen Abwärtsspirale“.  OECD-Generalsekretär Mathias Cormann appellierte an die Geberländer, angesichts wachsender Krisen die Wirkung der Mittel zu maximieren.

(domradio.de – cf)