Eigentlich sollte der PS5-Release von „Starfield“ die große Wende bringen. Doch nach der technischen Analyse von Digital Foundry macht sich Ernüchterung breit: Die Portierung hat mit deutlichen Problemen zu kämpfen und fühle sich sogar wie ein Rückschritt gegenüber der Xbox-Version an.
Mit zweieinhalb Jahren Verspätung landete „Starfield“ in diesem Monat auch auf der PS5. Dabei steht PlayStation-Spielern direkt das volle Paket zur Verfügung: zwei Erweiterungen, das neue „Free Lanes“-Update und natürlich sämtliche Aktualisierungen inklusive aller Verbesserungen, die Bethesda bislang für das Weltraum-Epos abgeliefert hat.
Dadurch sollte man meinen, dass „Starfield“ auf der Sony-Konsole – und aufgrund der zusätzlichen Power gerade auf der PS5 Pro – eine technisch saubere Performance ohne Probleme bieten würde.
Doch die Analyse von Digital Foundry zeichnet jetzt ein düsteres Bild: Das Spiel scheint in einem Zustand veröffentlicht worden zu sein, der weit hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Eine „Konstellation an Problemen“ auf der PS5
In ihrem Test der PS5-Fassung von „Starfield“ klagen die Technik-Experten hauptsächlich über die mangelnde Stabilität. Dabei lief die Xbox-Version zum Launch noch weitestgehend stabil. Dementsprechend deutliche Worte findet William Judd:
„Die PlayStation 5-Version leidet leider unter einer ganzen Reihe von Performance- und Stabilitätsproblemen, während die PS5 Pro-Version auf neuartige PSSR-Probleme und eine verwirrend große Anzahl an Modi trifft.“
Besonders problematisch: Das Sci-Fi-Rollenspiel scheint auf den Sony-Konsolen regelmäßig komplett einzufrieren. Die Analysten berichten von vier bis fünf Abstürzen innerhalb weniger Stunden, die einen kompletten Neustart des Systems erforderlich machten. Ein Umstand, der laut Digital Foundry bei der ursprünglichen Xbox-Veröffentlichung nicht in diesem Maße auftrat.
PS5 Pro: Mehr Power, mehr Verwirrung
Und wer gehofft hat, dass die PS5 Pro die ultimative „Starfield“-Erfahrung liefert, wird der Analyse zufolge wohl ebenfalls nicht rundum glücklich. Zwar gibt es einen exklusiven Enhanced-Modus mit 1800p-Auflösung und verbesserten Details wie Schatten und Sichtweite, doch die schiere Auswahl an Einstellungen überfordere selbst die Experten.
Insgesamt bietet die Pro-Version sage und schreibe 24 verschiedene Einstellungs-Kombinationen. Einen Umstand, den Digital Foundry scharf kritisiert: „Viele der verfügbaren Modus- und Einstellungskombinationen ergeben keinen Sinn. […] Die Konfigurationsoptionen scheinen nicht sorgfältig entworfen worden zu sein. Unserer Ansicht nach wären kuratierte Modi für jedes Framerate-Ziel für die Mehrheit der Spieler besser gewesen.“
Ein technischer Rückschritt? Xbox hat oft die Nase vorn
Darüber hinaus zieht die Standard-PS5 im Vergleich zur Xbox Series X oft den Kürzeren. Im Performance-Modus, der eigentlich auf 60 FPS abzielt, bricht die Bildrate in Städten bis in die 30er-Bereiche ein. Ein weiteres Ärgernis: Der VSync-Schalter scheint aktuell komplett ohne Funktion zu sein, was zu unschönem Tearing oder unsauberer Bildausgabe führen kann.
Somit fällt das von Digital Foundry zur PS5-Version von „Starfield“ beinahe vernichtend aus: „Die aktuelle Version fühlt sich wie ein Side-Grade – oder sogar ein Rückschritt – im Vergleich zum ursprünglichen Konsolen-Debüt des Spiels an.“
„Starfield“ wurde am 7. April 2026 für die PS5 veröffentlicht. Der Release für die Xbox Series X/S und den PC erfolgte bereits am 6. September 2023.
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