Halle. Das Haller Krankenhaus ist eine der 65 Geburtskliniken, die nun von einer finanziellen Förderung durch den Bund profitieren. Das hat die schwarz-grüne NRW-Landesregierung nun bekannt gegeben. Insgesamt fließen rund 25 Millionen Euro aus der Überbrückungsfinanzierung des Bundes bis zur Umsetzung der bundesweiten Krankenhausreform an kleinere Geburtskliniken mit bis zu 1.100 Geburten pro Jahr.
Auch das städtische Klinikum Gütersloh, das Sankt Elisabeth Hospital Gütersloh und das Klinikum Bielefeld-Mitte werden mit zusätzlichen finanziellen Mitteln gefördert.
Die Gelder gehen gezielt an solche Geburtskliniken, die durch eine geringere Auslastung häufig vor finanziellen Herausforderungen stehen. Laut dem NRW-Gesundheitsministerium erhält jedes der 65 automatisch ausgewählten Krankenhäuser im Jahr 2026 im Schnitt rund 385.000 Euro Fördermittel.
Bereithalten von Infrastruktur ist kostenintensiv
Wibke Brems, Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der Grünen NRW aus Gütersloh, betonte die Notwendigkeit der Förderung: „Jede Geburt ist für die werdenden Eltern ein einmaliges und aufregendes Ereignis. Schwangere und ihre Neugeborenen sollen überall in NRW hervorragend betreut werden. Wenn in einem Krankenhaus nur verhältnismäßig wenig Babys pro Jahr geboren werden, ist das rund um die Uhr notwendige Bereithalten der Infrastruktur aber kostenintensiv.“
Beim Krankenhausverbund Klinikum Bielefeld, zu dem auch der Standort Halle zählt, wurde die gute Nachricht mit Freude aufgenommen: „Durch die Finanzierung können wir die Geburtshilfe speziell im ländlichen Raum am Klinikum Halle stärken“, teilt die Geschäftsführung mit.
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„Die moderne Ausstattung und die familienfreundliche Atmosphäre der neu renovierten Räumlichkeiten sind für viele Patientinnen ein wichtiges Entscheidungskriterium für eine Entbindung am Standort Halle. Investitionen von bisher rund 170.000 Euro flossen in zwei Kreißsäle zur modernen Ausstattung mit Gebärwanne, einem Wehenzimmer sowie viel Wohnlichkeit durch Farben und Licht.“
Geburtenzahl in Halle zuletzt gestiegen
Die konkrete Höhe des Zuschusses sei von der Anzahl der Geburten abhängig. Diese hatte sich in 2025 auf 400 erhöht – 2024 zählte das Klinikum lediglich 368.
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