Lufthansa-Streik legt Flugverkehr lahm – zahlreiche Maschinen bleiben am Boden. – Fotos: O|N / Marvin Myketin
FRANKFURT AM MAIN
Viele Urlauber betroffen!
11.04.26 – Fluggäste müssen sich zu Wochenbeginn auf massive Einschränkungen einstellen: Bei der Lufthansa stehen zahlreiche Maschinen still. Grund ist ein zweitägiger Streik des Cockpitpersonals, der den Flugverkehr an wichtigen Drehkreuzen wie Frankfurt am Main erheblich beeinträchtigt.
Der Arbeitskampf soll in der Nacht zum Montag beginnen und bis Dienstagabend andauern. Betroffen sind neben der Kernmarke auch Tochtergesellschaften wie Lufthansa Cargo, Cityline und Eurowings. Entsprechend groß sind die Auswirkungen – viele Verbindungen fallen aus oder werden umgeplant.
Die Lufthansa ist von einem zweitägigen Pilotenstreik betroffen.
Piloten sehen keine Fortschritte
Hintergrund des Streiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen. „Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt“, erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA).
Besonders kritisiert wird, dass selbst nach einer streikfreien Phase über die Osterfeiertage keine Bewegung in die Gespräche gekommen sei. „Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus. In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber“, so Pinheiro weiter.
Streitpunkte bleiben ungelöst
Nach Angaben der Gewerkschaft fehlen weiterhin tragfähige Lösungen – etwa bei der Altersversorgung oder bei neuen Vergütungstarifverträgen. Die vorgelegten Angebote würden in Teilen als unzureichend bewertet.
Dennoch signalisiert die Gewerkschaft Gesprächsbereitschaft. „Die Arbeitgeberseite hat jederzeit die Möglichkeit, den Streik abzuwenden, indem sie verhandlungsfähige Angebote vorlegt“, betonte Pinheiro (DPA). Gleichzeitig stellte er klar: „Ein Streik ist immer das letzte Mittel, um Bewegung in gescheiterte Verhandlungen zu bringen“ (DPA).
Am Flughafen Frankfurt am Main kommt es zu massiven Einschränkungen.
Einige Flüge ausgenommen
Trotz des großflächigen Ausstands gibt es Ausnahmen. Verbindungen in bestimmte Regionen – insbesondere in den Nahen Osten – sollen weiterhin stattfinden. Hintergrund ist die angespannte geopolitische Lage, die diese Flüge als besonders wichtig einstuft.
Für viele Reisende bleibt die Situation dennoch angespannt. Wer in diesen Tagen unterwegs ist, muss sich auf Verzögerungen, Umbuchungen und Ausfälle einstellen. (Constantin von Butler) +++




