Die Spieler von Rot-Weiss Essen jubeln über ihren Treffer gegen Ingolstadt

Stand: 11.04.2026 • 18:32 Uhr

Rot-Weiss Essen hat seinen Lauf in der 3. Liga eindrucksvoll fortgesetzt. Ingolstadt war aber besser, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Und das war der siebte Streich: Auch der FC Ingolstadt konnte die Siegesserie der Essener nicht stoppen. Am Ende behielt der Revier-Klub mit 4:1 (1:1) die Oberhand. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Entscheidung erst in der Nachspielzeit fiel. Bis dahin war es durchaus ein umkämpftes Duell. Den Essenern wird das egal sein. Denn sie setzen sich durch den siebten Erfolg in Serie auf Platz zwei der Tabelle fest.

Gefahr vor allem durch Standards

Essen startete mit viel Selbstvertrauen und einer regelrechten Eckballserie in die Partie. Alle drei Versuche waren nicht schlecht getreten, brachten aber noch keinen Erfolg. Auch danach machte RWE das Spiel, Gefahr erzeugten die Hausherren aber zunächst einzig nach Standards.

Das änderte sich in der 19. Minute und dem ersten richtig schönen Angriff. Lucas Brumme fand mit einem langen Diagonalball Dickson Abiama im Strafraum. Dieser ließ mit einem Haken Gustav Christensen stehen und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0 für RWE. Es war eine verdiente Führung für die Essener, die hier zwar kein Offensivfeuerwerk abbrannten, aber doch deutlich mehr Spielanteile hatten. Von Ingolstadt dagegen kam bis zu diesem Zeitpunkt offensiv kaum etwas.

Abschreiben aber durfte man die Schanzer trotz zuletzt drei Niederlagen in Serie nicht. Das bewies die 25. Minute eindrucksvoll. Marcel Costly prüfte aus kurzer Distanz Jakob Golz, der Keeper konnte gerade noch zur Ecke klären. Auch wenn diese noch nichts einbrachte, war es natürlich ein Standard, der hier für den Ausgleich sorgte. Nach schöner Ecke von Frederik Carlsen hatte Jasper Maljojoki am kurzen Pfosten viel Platz und köpfte den Ball wuchtig über die Linie (28.).

Fünfte Gelbe: Brummer fehlt gegen Cottbus

Der FCI war jetzt deutlich besser in der Partie, RWE dagegen musste sich nach dem Gegentor erstmal schütteln. Kurz vor der Pause hatte Essen sich dann aber wieder gefangen. Gleich zweimal hatte Brumme die erneute Führung auf dem Fuß, setzte den Ball jedoch zweimal knapp neben den Pfosten. Doppelt ärgerlich: Nur zwei Minuten nach der vergebenen Doppelchance sah der Verteidiger auch noch seine fünfte Gelbe Karte und wird damit im Topspiel gegen Cottbus fehlen.

RWE-Coach Uwe Koschinat fand in der Pause offenbar die richtigen Worte, denn sein Team kam mit viel Schwung auf den Platz zurück. Keine zwei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da holte sich RWE die Führung zurück. Eigentlich war der Schuss von Jannik Hofmann wohl als lange Flanke geplant, stattdessen aber geriet er viel zu lang und senkte sich per Bogenlampe über den etwas vor dem Tor stehenden Kai Eisele ins Netz.

Und diesmal war Essen ganz offensichtlich bemüht, die Führung nicht wieder herzuschenken. Sie setzten nach und drängten die Ingolstädter tief in ihre eigene Hälfte. Nach einer Stunde wäre die Koschinat-Elf dafür fast mit dem 3:1 belohnt worden. Marek Janssens abgefälschter Schuss landete bei Torben Müsel, der den Ball aus kurzer Distanz jedoch nicht an Eisele vorbeibrachte.

RWE: Erst Latte, dann Doppelschlag

Noch knapper war es in der 78. Minute, als Jaka Cuber Potocnik einen Kopfball an die Latte setzte – hier fehlten nur Zentimeter zur Vorentscheidung. Im direkten Gegenzug flog der Versuch von Max Besuschkow aus gut 20 Metern nur knapp über das Tor – es war die erste echte Gelegenheit der Gäste im zweiten Durchgang.

Essens Jannik Hofmann im Zweikampf mit Marcel Costly vom FC Ingolstadt

Viel mehr kam von den Ingolstädtern dann auch nicht mehr, auch wenn sie sich hier nicht kampflos ergaben. In der Nachspielzeit machte Essen dann aber endgültig den Deckel drauf. Erst wurde der Schuss von Klaus Gjasula unhaltbar ins Tor abgefälscht, dann traf Potocnik praktisch mit dem Schlusspfiff auch noch zum 4:1. Der Sieg für Essen ist auf jeden Fall verdient, wenn auch in der Höhe vielleicht etwas schmeichelhaft.

RWE zum Topspiel nach Cottbus

Weiter geht es für RWE mit einem echten Topspiel. Am kommenden Sonntag (19.04.2026) reisen die Rot-Weissen zum Tabellennachbarn Energie Cottbus. Ein Sieg in der Lausitz wäre ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Aufstieg.

Unsere Quellen:

  • Drittligaspiel Essen – Ingolstadt am 11.04.2026 (Live-Übertragung auf Magentasport)

Sendung: „Essen besiegt Ingolstadt deutlich“, WDR.de, 11.04.2026, 16:26 Uhr

Westdeutscher Rundfunk