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Dortmund/Leverkusen – Die Ansage von Trainer Kasper Hjulmand (54) nach dem 3:3 in Heidenheim und 6:3 gegen Wolfsburg kam an: „Wir müssen scharf und sehr gut verteidigen.“ Das wurde beim 1:0 in Dortmund nahezu perfekt umgesetzt. „Wir haben sehr klar verteidigt. Daran hatte die Dreierkette einen großen Anteil“, lobte Sport-Boss Simon Rolfes (44).

Loïc Badé zeigte als Abwehrchef an seinem 26. Geburtstag endlich wieder seine Klasse. Nach Verletzungspause und Formschwäche war das wichtig – Leverkusen hatte ihn im Sommer 2025 für 25 Millionen Euro vom FC Sevilla geholt. Robert Andrich (31) wurde mit seinem Tor zum Matchwinner. BILD-Note 2 für beide. Aus der starken Defensivreihe ragte Edmond Tapsoba (27) noch heraus – der burkinische Nationalspieler verdiente sich mit einer Weltklasseleistung die BILD-Note 1. Er blieb ruhig und abgeklärt, selbst in brenzligen Situationen. Das tat der Werkself sehr gut. Dazu war er mit 33,95 km/h der schnellste Spieler auf dem Platz. „Eddy hat überragend gespielt“, meinte Manager Rolfes zu BILD.

Trotz Gerüchten um einen Abgang in die Premier League und einer Ausstiegsklausel über 100 Millionen Euro in seinem bis 2028 laufenden Vertrag denkt Tapsoba derzeit nur an eines: Leverkusen die Champions League zu sichern.

Edmond Tapsoba und Torwart Mark Flekken (r./32) sind mit Leverkusen auf Platz 5 vorgerückt

Edmond Tapsoba und Torwart Mark Flekken (r./32) sind mit Leverkusen auf Platz 5 vorgerückt

Foto: picture alliance/SVEN SIMON

Tapsoba mit 100-Mio.-Ausstiegsklausel

„Am Ende werden wir sehen, was passiert. Wichtig ist, dass ich mich auf die restlichen Spiele der Saison konzentriere. Wir wollen wieder in die Champions League. Das ist der international wichtigste Wettbewerb. Dem Klub, der mir alles gibt, das zu geben, ist für mich das Wichtigste“, sprach Tapsoba eine Liebeserklärung an Leverkusen aus. Bayer hatte ihn im Januar 2020 als nahezu unbekannten Spieler aus Portugal geholt – er ist längst einer der besten Verteidiger der Bundesliga.

Zum Spiel in Dortmund sagte Tapsoba: „Die Botschaft des Trainers war eindeutig: Wir müssen unsere Identität bewahren. Wir müssen so spielen, wie wir spielen wollen – selbst, wenn wir ein paar Tore kassieren. Das haben wir versucht, umzusetzen. Wir wissen, was wir tun und wie wir verteidigen können, wenn wir in guter Form sind. Als Verteidiger bin ich natürlich sehr glücklich, dass wir zu null gewonnen haben. Aber wir müssen weitermachen, das ist unser Weg. Es waren drei sehr wichtige Punkte.“

Tapsoba ist überzeugt, dass Leverkusen die erneute Qualifikation zur Königsklasse noch schaffen kann: „Wir müssen uns auf uns und unsere Spiele konzentrieren. Ich denke, dass andere Teams auch noch Punkte liegen lassen, dann müssen wir da sein. Es ist sehr wichtig fürs Selbstvertrauen, solche Spiele gegen Top-Mannschaften zu gewinnen.“