Radfahren wird in Hamburg immer riskanter: Eine neue Statistik der Polizei zeigt, dass Radfahrer 2025 am häufigsten bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. Vor allem der Pedelec-Boom lässt die Zahl der Fahrradunfälle steigen.
Insgesamt starben elf Fahrradfahrer, vier davon waren auf Pedelecs, auch E-Bikes genannt, unterwegs. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum verloren fünf Motorradfahrer, drei Fußgänger und zwei Autofahrer ihr Leben. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Verkehrspolitikers Philipp Heißner hervor.
Radfahrer sind die häufigsten Todesopfer im Straßenverkehr
Auffällig ist das höhere Risiko für Radfahrer insgesamt: Sie stellen nicht nur die meisten Todesopfer, sondern auch die meisten Schwerverletzten. Autofahrer hingegen sind zwar deutlich häufiger in Unfälle verwickelt – doch diese enden vergleichsweise seltener schwer oder tödlich. Insgesamt sank 2025 die Zahl der Todesopfer im Verkehr deutlich: von 39 auf 21 im Vergleich zum Vorjahr. Zudem erlitten 2025 auch weniger Menschen schwere Verletzungen im Verkehr. Die Zahl der Leichtverletzten blieb dagegen fast unverändert bei rund 8200.
Die Zahl der Fahrradunfälle bleibt 2025 hoch, ist im Vergleich zu den Jahren 2022 und 2023 mit über 4000 Fahrradunfällen in der Hansestadt allerdings leicht rückläufig. Pedelecs sind hingegen immer öfter in Unfälle involviert: von 278 Fällen im Jahr 2020 stieg die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Pedelec-Fahrern auf 772 im Jahr 2025.
Grund für mehr Alleinunfälle: Radfahren boomt
Auch die Alleinunfälle von Radfahrern steigen deutlich: von 440 Fällen im Jahr 2020 auf 1077 im Jahr 2025 – also mehr als doppelt so viele. Dabei wurden 2025 insgesamt 113 Menschen schwer und 930 leicht verletzt, vereinzelt endeten Unfälle tödlich. Besonders auffällig ist der kontinuierliche Anstieg seit 2020.
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Mehr Tempo, mehr Risiko: Die steigende Zahl von Alleinunfällen bei Radfahrern in Hamburg hängt vor allem mit dem Boom des Radfahrens zusammen. Besonders Pedelecs werden immer beliebter. Die E-Bikes beschleunigen schneller und fahren im Schnitt höheres Tempo (bis zu 25 km/h), was viele – vor allem ungeübte Fahrer – unterschätzen. (mp)
