Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist eine kurzzeitige Waffenruhe anlässlich des orthodoxen Osterfests offiziell in Kraft getreten. Der russische Präsident Wladimir Putin setzte sie für insgesamt 32 Stunden an – und zwar von Samstagnachmittag 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) bis Mitternacht am Sonntag (23 Uhr MESZ). Der Kreml sprach von einer humanitären Geste, weil der Feiertag sowohl für die Menschen in Russland als auch in der Ukraine eine zentrale Bedeutung habe.

Russland und die Ukraine haben vor Beginn einer geplanten Osterwaffenruhe nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau jeweils 175 Kriegsgefangene freigelassen. „Zudem wurden sieben Bürger der Russischen Föderation zurückgebracht, die vom Kiewer Regime unrechtmäßig festgehalten wurden“, teilte das Ministerium mit. Es handele sich um Einwohner der Region Kursk. Das Ministerium dankte auch den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung des Gefangenenaustauschs.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte wenig später die Aktion. „175 Soldaten. Soldaten der Streitkräfte, Angehörige der Nationalgarde, Grenzschutzbeamte. Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere. Und sieben Zivilisten“, teilte er bei Telegram mit.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vor möglichen Verstößen gegen die geplante Waffenruhe gewarnt. Er und Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hätten die Bedingungen festgelegt für ukrainische Reaktionen auf eine etwaige Verletzung der Feuerpause, teilte Selenskyj bei Telegram mit. „Solange es keine russischen Angriffe in der Luft, zu Lande oder auf See gibt, wird es auch keine Reaktionen unsererseits geben“, sagte er.

Die Waffenruhe soll nach einer Festlegung des russischen Präsidenten Wladimir Putin um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) in Kraft treten. Auch Moskau hat angekündigt, auf mögliche Verstöße von Kiews Truppen zu reagieren. Bei vergangenen Feuerpausen hatten beide Kriegsparteien immer wieder Verstöße beklagt.