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Als Markus Anfang (51) im Oktober als Nachfolger von Daniel Thioune (51/jetzt Bremen) geholt wurde, griff man bei Fortuna nicht allzu tief in die Wortspiel-Kiste und sprach von einem „Neu-Anfang“. Nicht wenige hatten damals schon gekontert, es könne auch der „Anfang vom Ende“ sein – und fünf Spieltage vor Saisonschluss ist die Gefahr, dass die Kritiker Recht haben so groß, dass die Bosse handeln MUSSTEN. Wobei letzteres Wortspiel trotzdem eine besondere Bedeutung bekommt.
BILD weiß: Zwei Tage nach der vierten Pleite in Folge gegen Kiel (1:2) entlässt Fortuna Düsseldorf Anfang (Vertrag bis 2027)!
Nach nur 22 Pflichtspielen ist für den Thioune-Nachfolger, der schon vor dem Jahreswechsel vor dem Aus gestanden hatte, Schluss. Seine Quoten sind der blanke Horror: fast 60 Prozent seiner Partien hat Anfang verloren, in der 2. Liga holte er pro Spiel nur einen Punkt – unter Thioune waren es immerhin noch 1,25 Punkte.

Klaus Allofs (r., 69) holte Markus Anfang (51), um den Traum von der Bundesliga anzugreifen.
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Als Anfang kam, war die Rückkehr in die Bundesliga noch das Ziel, der Düsseldorfer Ex-Profi sollte es wieder zum Leben erwecken – doch mit ihm ist Fortuna dem Abstiegs-Abgrund ganz nah gekommen. Wie Thioune litt auch Anfang unter dem fürchterlich zusammengestellten Kader von Klaus Allofs (69) und Christian Weber (42), wie sein Vorgänger musste er reihenweise verletzungsbedingte Ausfälle hinnehmen – kompensieren konnte Anfang das aber nie, sondern nutzte die Probleme, um sich selbst rauszureden. Deswegen nun der zweite Trainerwechsel der Saison, der den Klub wenigstens vor dem Gang in die 3. Liga bewahren soll.
Ende soll Fortuna retten
Wer beim nächsten Keller-Gipfel am Samstag in Magdeburg (13 Uhr/Sky) auf der Bank sitzen wird, ist auch schon klar. Und was kommt nach Anfang? Richtig: Ende!
Alexander Ende (46) wird nach BILD-Informationen neuer Fortuna-Coach, unterschreibt einen Vertrag bis 2028. Bis Mitte März war der ehemalige Erfolgscoach des SC Verl bei Preußen Münster, wurde nach einem 0:6 in Dresden gefeuert – nach seiner Düsseldorf-Premiere kommt es am 24. April direkt zum Wiedersehen mit Dynamo, wo er es besser machen muss.

Foto: Robert Michael/dpa
Mit Ende holt der Verein keinen klassischen Feuerwehrmann, sondern er soll Düsseldorf langfristig wieder erfolgreich machen. Eine kurzfristige Retter-Lösung wie Friedhelm Funkel (72) wollten die Bosse nur dann, wenn sie die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt bei anderen Kandidaten deutlich niedriger einschätzen würden – Ende dagegen verbindet für die Fortuna-Verantwortlichen die Chance auf sofortigen und perspektivischen Erfolg. Die Frage, ob das die richtige Entscheidung war, klärt sich in den nächsten fünf Spielen.