
Stand: 12.04.2026 15:24 Uhr
Niedersachsen schneidet in einem bundesweiten Vergleich der realen Kaufkraft gut ab. Das Land belegt Rang vier unter den Bundesländern. Deutlich schlechter fällt das Ergebnis für die Nachbarländer Bremen und Hamburg aus.
Das preisbereinigte Durchschnittseinkommen – also die Kaufkraft nach Abzug regionaler Preisunterschiede – liegt in Niedersachsen laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) bei 28.658 Euro pro Kopf im Jahr. Bremen kommt dagegen nur auf 26.094 Euro und landet damit im Ländervergleich auf einem der hinteren Plätze. Die Studie des IW vergleicht die die Kaufkraft in 400 Kreisen und kreisfreien Städten.
Hamburg hat höchste Lebenshaltungskosten
Im bundesweiten Ländervergleich liegt Bayern mit einer realen Kaufkraft von 30.396 Euro pro Kopf an der Spitze. Dort treffen hohe Einkommen auf auf die dritthöchsten Preise. Schlusslicht ist Berlin mit 24.656 Euro. Besonders auffällig ist das Abschneiden Hamburgs: Zwar gehört die Hansestadt bei den Einkommen zu den Spitzenreitern (Platz drei), gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten dort aber am höchsten. Dadurch rutscht Hamburg bei der realen Kaufkraft deutlich ab.
Zahlen aus dem Jahr 2023
Grundlage der Auswertung ist eine Analyse des IW in Köln. Dabei wurden regionale Preisniveaus mit Einkommensdaten des Statistischen Bundesamtes verknüpft. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2023. Vor allem für die Einkommen liegen den Angaben zufolge keine aktuelleren validen Zahlen vor.

Laut Statistikern stiegen in Niedersachsen 2025 die Bruttolöhne um 4,0 Prozent. Die Preise zogen um 2,2 Prozent an.

In Niedersachsen werden Häuser wieder teurer und Eigentumswohnungen boomen. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht hervor.

Der Verband hat seinen Armutsbericht vorgestellt. Demnach gelten im Bundesland 16,9 Prozent der Menschen als arm.