Marathon

Stand: 12.04.2026 17:40 Uhr

Domenika Mayer hat am Sonntag zum dritten Mal in Folge den Hannover-Marathon gewonnen und sich mit einer glänzenden Zeit erneut den deutschen Meistertitel gesichert. Bei den Männern ging das DM-Gold beim Sieg des Kenianers Maru Thomas Kibet an Tom Thurley.

von Bettina Lenner

Für Mayer war es bei der 34. Auflage der Traditionsveranstaltung bei ihrem vierten Start der insgesamt vierte Triumph und der dritte in Serie. Die Regensburgerin setzte sich nach einer starken Vorstellung in persönlicher Bestzeit und mit Streckenrekord durch und legte im Ziel ein Tänzchen hin. Mit ihrer Siegerzeit von 2:21:26 Stunden katapultierte sie sich zudem auf Platz zwei der ewigen deutschen Bestenliste – auch ein Fingerzeig in Richtung EM im August. Die Form stimmt.

„Ich fühle mich sauwohl in Hannover. Es ist einfach so schön hier zu laufen. Heute hatte ich Probleme mit dem Wind und mit den Abgasen eines Motorrads, aber die Leute haben mich getragen, die Strecke ist wunderschön, ich hatte super Pacemaker und war nicht alleine“, sagte die 35-Jährige im NDR Interview. „Ich wusste, wir haben alles, um hier was auf den Asphalt zu zaubern. Wenn man sich wohlfühlt, dann geht es manchmal von alleine.“

Video:
Der Hannover-Marathon im Re-Live (184 Min)

Mayer stark – Lokalmatadorin Königstein Zweite

Die Titelverteidigerin lief ein fokussiertes und kontrolliertes Rennen und konnte sich schon frühzeitig etwas von der Konkurrenz absetzen. Zu stark war ihre Vorstellung, um für richtig Spannung im Gipfeltreffen der drei schnellsten deutschen Marathonläuferinnen des vergangenen Jahres – Fabienne Königstein, Mayer und Laura Hottenrott – zu sorgen.

Aber auch Lokalmatadorin Königstein von Hannover 96 überzeugte nach einer Verletzungspause (Knochenödem im Oberschenkel) und wurde Zweite (2:24:31). Die Olympia-Starterin und Vorjahres-Zweite Hottenrott stieg aus. DM-Bronze ging an die Gesamtfünfte Katharina Saathoff (Braunschweiger Laufclub/2:30:51).

1. Domenika Mayer (Regensburg) 2:21:26 Std.
2. Fabienne Königstein (Mannheim) 2:24:31
3. Almaz Negede Fekade (Äthiopien) 2:30:25
4. Cecilia Michael Wayua (Kenia) 2:30:36
5. Katharina Saathoff (Braunschweig) 2:30:51
6. Mercy Jebichii Kipkemoi (Kenia) 2:31:48
7. Peris Jerono (Kenia) 2:34:19
8. Thea Heim (Regensburg) 2:36:07
9. Lisa Huwatscheck (Hannover) 2:36:29
10. Liis-Grete Hussar (Estland) 2:38:48

Thurley erstmals deutscher Marathon-Meister

Bei den Männern gewann der Kenianer Maru Thomas Kibet in 2:07:53 Minuten, der Streckenrekord des WM-Zweiten Amanal Petros von 2:06:05 Stunden, den der deutsche Rekordhalter von Hannover 96 2024 aufgestellt hatte, geriet nicht in Gefahr.

Amanal Petros 2:06:05 Std. (2024)
Domenika Mayer 2:21:26 (2026)

Als Sechster im internationalen Feld setzte sich Tom Thurley (Munich Athletics) in 2:11:02 Stunden als bester Deutscher in der DM-Wertung durch. Sein Teamkollege Erik Hille (2:12:21) holte als Achter Silber und verneigte sich im Zielbereich vor seinem siegreichen Vereinskollegen. Platz drei in der nationalen Wertung eroberte Lorenz Baum (2:16:38/LAV Stadtwerke Tübingen) als Gesamtzehnter.

„Ging nur noch ums Überleben“

„Ich bin superzufrieden. Ich bin Bestzeit gelaufen, mein erster deutscher Meistertitel, viel mehr hätte ich heute nicht erreichen können“, jubelte Thurley. „Bis Kilometer 25, 30 war es supereasy. Aber die letzten drei oder vier Kilometer war ich alleine, da ging es nur noch ums Überleben.“

Für DM-Top-Favorit Johannes Motschmann war bei Kilometer 25 Schluss, der für den SCC Berlin startende gebürtige Hamburger hatte im Vorfeld seiner Hannover-Premiere mit Leistenproblemen zu kämpfen.

1. Maru Thomas Kibet (Kenia) 2:07:53 Std.
2. Godwin Katakura (Simbabwe) 2:08:46
3. Asnake Dubre Negawo (Äthiopien) 2:10:22
4. Christpher Kitetu Muthini (Kenia) 2:10:45
5. Archie Casteel (Schweden) 2:10:56
6. Tom Thurley (Potsdam) 2:11:02
7. Deribe Robi Melka (Äthiopien) 2:11:27
8. Erik Hille (Hamburg) 2:12:21
9. Kiprop Tonui (Kenia) 2:15:23
10. Lorenz Baum (Tübingen) 2:16:38

Hannover-Marathon so beliebt wie nie

33.835 Läuferinnen und Läufer hatten für die Traditionsveranstaltung auf den unterschiedlichen Strecken gemeldet – Rekord. Die Bestmarke aus dem vergangenen Jahr von 29.841 Aktiven war schon lange vor dem Start geknackt. Erstmals hatten für die Königsdistanz von 42,195 Kilometern über 6.000 Teilnehmer gemeldet.

„Wir sind wirklich überwältigt von der Resonanz. Das haben wir so noch nie erlebt“, sagte Organisatorin Stefanie Eichel. „In diesem Jahr sind die geplanten Kapazitätsgrenzen erreicht, für 2027 können wir sicherlich noch an der ein oder anderen Stellschraube drehen.“

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Läuferinnen und Läufer an der Startlinie des Minithon in Hannover

Mit dem kleinen Lauf startet Hannover in das Marathonwochenende. Mit einer Strecke von 4,2 Kilometer ist er für Familien und Einsteiger geeignet.

Läufer des Hannover-Marathons etwa fünf Minuten nach dem Start an der Löwen Bastion.

Bilderstrecke

So schön ist die Marathon-Stadt Hannover: Der flache, schnelle Kurs durch die niedersächsische Landeshauptstadt führt an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei.