Beide Teams gingen vor 4.999 Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark mit Rückenwind in die Partie. Chemie hatte bei Schlusslicht Hertha Zehlendorf ein 5:0-Zeichen gesetzt. Lok Leipzig gewann das Topspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt mit 2:1. Viele Änderungen in den Startformationen gab es auf beiden Seiten nicht. Bei der BSG rutschten Rajk Lisinski und Valon Aliji rein, Anton Bulland und Janik Mäder blieben auf der Bank. Bei Lok gab es einen Wechsel, Ayodele Adetula ersetzte Tobias Dombrowa.
Das Spiel in der ersten Halbzeit war dann genauso, wie man sich ein Derby vorstellt. Es wurde um jeden Ball gerungen, spielerische Elemente kamen auf beiden Seiten zu kurz. Nachdem Lok in den ersten zehn Minuten noch das aktivere Team war, kämpfte sich Chemie mit zunehmender Spielzeit besser rein. Die Anzahl der Chancen blieb übersichtlich.
Auf Lok-Seite verzog Djamal Ziane in der siebten Minute, konnte Filip Kusic nach einer Ecke per Kopf den Ball nicht richtig justieren (26.). Bei Chemie hatte Stanley Ratifo die beste Möglichkeit auf dem Fuß, haute den Ball aus 13 Metern aber deutlich über den Kasten. Bei einem Freistoß aus 17 Metern von Nils Lihsek konnte Loks Ziane in der Mauer noch geradeso den Kopf an den Ball bringen.
Auch nach dem Wechsel blieben die Chemiker bissiger, williger und hatten mit Lihsek einfach einen Unterschiedsspieler auf dem Platz. In der 55. Minute marschierte der 26- Jährige halbrechts in den Strafraum und scheiterte noch an Keeper Andreas Naumann. Zwei Minuten später machte er es nach einer Ablage von Ratifo besser, traf flach aus 17 Metern ins rechte Eck.