TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Wismar – Gefährliche Aktion in der Ostsee: Am Sonntagabend ist schon wieder eine Frau ins Wasser gesprungen, um zu Wal Timmy zu gelangen. Sie kam bis zu drei Meter an das Tier heran, dann wurde sie von der Polizei aus dem Wasser gefischt.
Nicola (58) ist laut eigenen Angaben extra für Timmy aus München angereist. Sie sei Klimaaktivistin und Tierschützerin. Ziel ihrer Aktion sei es gewesen, Aufmerksamkeit in den Medien zu bekommen. Denn: „Der Wal stirbt nicht. Er weint. Er hat Vitalität. Das sieht man. Schlauchboote, die sich ihm nähern, begrüßt er mit einer Fontäne“, sagte sie zu BILD – entgegen der Meinung der Experten. Die 58-Jährige möchte, dass Timmy gerettet wird.

Polizisten brachten die Frau zurück an Land, nahmen ihre Personalien auf
Foto: Henning Schaffner
Sie schafft es bis auf 3 Meter an den Buckelwal heran
In den abgesperrten Bereich gelangte sie, indem sie von einer Fähre sprang. Sie schaffte es, bis auf drei Meter an den Buckelwal heranzuschwimmen. Das kalte Wasser in der Ostsee-Bucht mache ihr nichts aus: „Ich bin Eisbachsurferin in München“, so Nicola zu BILD. Die Polizei holte die Frau aus dem Wasser. Es handelt sich nicht um dieselbe Frau, die am Samstag ins Wasser gesprungen ist.
Sie wollte zu Timmy: Polizei holt Schwimmerin aus dem Wasser
Quelle: News512.04.2026
Die Polizei warnt vor solchen gefährlichen Aktionen. Die Personalien der Frau wurden aufgenommen. „Gegebenenfalls kann eine Anzeige folgen“, sagt ein Polizeisprecher am Sonntagabend zu BILD. „Die Frau war in den 500-Meter-Sperrbereich eingedrungen. Angesichts der niedrigen Außentemperaturen und des kalten Wassers war dies nicht ungefährlich. Zudem befindet sich in dem Bereich eine Fahrrinne mit Schiffsverkehr.“
Laut Experten hat der Wal Timmy keine Überlebenschancen mehr. Das Tier sei zu geschwächt und krank. Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, zu BILD: „Für den Wal gibt es aber aufgrund seines Gesundheitszustands keine realistische Aussicht auf Rettung.“