Nils Lihsek Chemie schiesst Tor,

Stand: 12.04.2026 • 16:17 Uhr

Die BSG Chemie Leipzig holt dank Nils Lihseks Treffers im Derby drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Der 1. FC Lok dagegen fand kein Mittel und spürt nun wieder den Atem von Verfolger Carl Zeiss Jena.

Die BSG Chemie Leipzig hat das Stadtderby gegen den 1. FC Lok Leipzig verdient mit 1:0 gewonnen. Der beste Mann auf dem Platz, Nils Lihsek, sorgte mit seinem Treffer in der 57. Minute für Ekstase unter den Fans der Gastgeber. Und dieser Erfolg macht auch das Rennen oben und unten in der Tabelle noch spannender. Der Vorsprung von Spitzenreiter Lok auf den Verfolger FC Carl Zeiss Jena schrumpft auf vier Zähler. Und die BSG schloss durch die gleichzeitige Greifswalder Niederlage gegen Zwickau nach Punkten zum wichtigen 15. Platz auf.

Großer Jubel bei Chemie Leipzig

Beide Teams gingen vor 4.999 Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark mit Rückenwind in die Partie. Chemie hatte bei Schlusslicht Hertha Zehlendorf ein 5:0-Zeichen gesetzt. Lok Leipzig gewann das Topspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt mit 2:1. Viele Änderungen in den Startformationen gab es auf beiden Seiten nicht. Bei der BSG rutschten Rajk Lisinski und Valon Aliji rein, Anton Bulland und Janik Mäder blieben auf der Bank. Bei Lok gab es einen Wechsel, Ayodele Adetula ersetzte Tobias Dombrowa.

Rudolf Sanin ist einen Schritt eher als Djamal Ziane am Ball.

Wenige Chancen, Chemie griffiger und giftiger

Das Spiel in der ersten Halbzeit war dann genauso, wie man sich ein Derby vorstellt. Es wurde um jeden Ball gerungen, spielerische Elemente kamen auf beiden Seiten zu kurz. Nachdem Lok in den ersten zehn Minuten noch das aktivere Team war, kämpfte sich Chemie mit zunehmender Spielzeit besser rein. Die Anzahl der Chancen blieb übersichtlich.

Auf Lok-Seite verzog Djamal Ziane in der siebten Minute, konnte Filip Kusic nach einer Ecke per Kopf den Ball nicht richtig justieren (26.). Bei Chemie hatte Stanley Ratifo die beste Möglichkeit auf dem Fuß, haute den Ball aus 13 Metern aber deutlich über den Kasten. Bei einem Freistoß aus 17 Metern von Nils Lihsek konnte Loks Ziane in der Mauer noch geradeso den Kopf an den Ball bringen.

Nils Lihsek zielt genau – Andreas Naumann im Tor von Lok ist ohne Abwehrchance.

Lok Leipzig findet keine Antwort auf Lihseks Tor

Auch nach dem Wechsel blieben die Chemiker bissiger, williger und hatten mit Lihsek einfach einen Unterschiedsspieler auf dem Platz. In der 55. Minute marschierte der 26- Jährige halbrechts in den Strafraum und scheiterte noch an Keeper Andreas Naumann. Zwei Minuten später machte er es nach einer Ablage von Ratifo besser, traf flach aus 17 Metern ins rechte Eck.

Lok musste nun reagieren, versuchte es. Allein die wichtigen Zweikämpfe gingen fast alle weiterhin an die Gastgeber. So hatten die Blau-Gelben nun zwar mehr Ballbesitz, richtig herausgespielte Chancen gab es aber nicht. Die Zweikämpfe wurden nun noch intensiver geführt, es blieb aber trotz insgesamt zehn gelben Karten im Rahmen. Nach fünf Nachspielminuten pfiff der gute Schiedsrichter Eugen Ostrin die Partie ab.

Weitere Stimmen zum Leipzig Derby

rei

Mitteldeutscher Rundfunk