
Handball-Bundesligist THW Kiel hat das Nordduell beim HSV Hamburg gewonnen und schielt weiter auf die Champions-League-Plätze. Die „Zebras“ siegten am Sonntag mit 34:27 (19:14).
Nach dem Remis gegen Eisenach präsentierten sich die Gäste konzentrierter in der Defensive und konsequenter im Abschluss. Der Rekordmeister bleibt nach dem Erfolg Tabellenfünfter. Der HSVH konnte hingegen nicht an den Sieg in Minden anknüpfen und fiel in der Tabelle hinter die TSV Hannover-Burgdorf, die jüngst Eisenach bezwang, auf Rang elf zurück.
Ausgeglichener Start in die Partie
Die Gäste mussten auf ihren Spielmacher Elias Ellefsen á Skipagötu verzichten, der an einer Schulterverletzung laboriert. Bei den Gastgebern stand Kreisläufer Andreas Magaard erstmals seit seiner Knieoperation wieder in der Startaufstellung.
Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber, die Nicolaj Jörgensen nach fünf Minuten mit 3:1 in Führung brachte. Der THW schüttelte sich kurz, kam durch Eric Johansson aber nur zwei Minuten später zum Ausgleich. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, die hin und her wog. Mal führte der HSVH, mal die Kieler – die Zuschauer wurden bestens unterhalten.
THW zieht davon
Nach einer Zeitstrafe gegen den Hamburger Niklas Weller konnten sich die „Zebras“ erstmals in der Partie auf drei Tore absetzen (12:9, 18. Minute). Den Abstand hielten die Gastgeber über eine gewisse Zeit, erzielten aber kurz vor Pause über vier Minuten lang keinen Treffer. Die Schwächephase nutze der THW mit einem Vier-Tore-Lauf aus, den THW-Torhüter Gonzalo Perez de Vargas mit seinem zweiten Bundesliga-Treffer krönte. Zur Pause führten die Gäste mit 19:14.
Rote Karte für Kiels Zerbe
Nach der Pause blieb es zunächst beim gewohnten Bild, Johansson erzielte den ersten Treffer des zweiten Durchgangs und brachte den Rekordmeister mit sechs Toren in Führung. In der 36. Minute unterbrach das Schiedsrichtergespann allerdings den Lauf der Gäste und zeigte Lukas Zerbe die Rote Karte. Eine harte Entscheidung, die den Hamburgern in die Karten spielte. Frederik Bo Andersen brachte den HSVH in der 41. Minute auf 20:23 heran.
Tore Hamburg: Jörgensen (9/4 Siebenmeter), Andersen (7/2), Lassen (4), Geenen (3), Sauter (2), Magaard (1), Kofler (1)
Tore Kiel: Johansson (8), Duvnjak (7), Reinkind (4), Pekeler (4), Zerbe (3/2), Bilyk (3), Dahmke (2), Imre (2/2), de Vargas (1)
Die Aufholjagd der Hamburger blieb aber aus. Perez de Vargas ließ die Gastgeber mit seinen elf Paraden teilweise verzweifeln, zehn Minuten vor Schluss war der THW wieder auf fünf Tore davon gezogen. Ein weiterer Vier-Tore-Lauf inklusive drei schnell hinereinander erzielter Treffer von Nikola Bylik sorgte für die Entscheidung zu Gunsten der Kieler.
Am Ende setzte sich der Pokalsieger verdient mit 34:27 durch. Bester Werfer bei den Gästen war Johansson mit acht Toren, bei den Hamburger war Jörgensen mit neun Treffern am erfolgreichsten.