Die Reise begann mit einem Blick in die Wunden der Landschaft. Nach einem gemütlichen Frühstück am Bus führte der Weg durch das Braunkohlerevier. Ein Fotostopp am Abbaugebiet des Hambacher Forsts verdeutlichte die gewaltigen Veränderungen der Region, vorbei an verlassenen Dörfern und modernen Umsiedlungen.
Doch kaum in Aachen angekommen, wandelte sich das Bild: Der Stadtpark empfing die Gruppe in einem wahren Farbenrausch. Die Magnolien standen in voller Pracht, ihre kräftigen Blüten umrahmt von einem Meer aus Frühjahrsblumen. Ein perfekter Moment für die ersten Erinnerungsfotos, bevor der Abend gesellig an der Hotelbar ausklang.

Skelett- und Mauerrestefunde am Aachener Dom
Foto: Sieglinde Hackling

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Der Montag stand ganz im Zeichen unserer Nachbarn. Ein Ausflug führte ins belgische Eupen, das für seine Tuchmacherzeit mit feinsten Stoffen aus gewalkter spanischer Merinowolle und Export nach Asien im 18. Jahrhundert bekannt ist. Als politisches Zentrum der deutschsprachigen Gemeinschaft bestach das Städtchen nicht nur durch seinen Charme als Kneippkurort, sondern auch als Herzstück der Eifeler Genusslandschaft.
Zurück in Aachen wartete ein echtes Highlight auf unsere Gruppe. Die Stadtführung wurde zur spannenden Zeitreise. Besonders aufregend waren die erst wenige Wochen alten Skelett- und Mauerfunde direkt am Dom. Durch Baumfällarbeiten freigelegt, gaben diese Funde den Blick auf die Münsterthermen frei, die vermutlich größten römischen Heilthermen, die Aachen einst besaß.

Was wäre ein Besuch in der Kaiserstadt jedoch ohne ihr süßes Wahrzeichen? Während der Besichtigung durften Kostproben der originalen Aachener Printen natürlich nicht fehlen. Ob mit Schokolade, Nüssen oder ganz klassisch, das würzige Gebäck sorgte für die nötige Stärkung zwischen den historischen Mauern.

Verkostung Aachener Printen
Foto: Sieglinde Hackling

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Am Dienstag lockte der Ausflug ins Dreiländereck Deutschland, Niederlande und Belgien und am Nachmittag ein Aufenthalt im niederländischen Maastricht. Während einige Damen in Erinnerungen an die glanzvollen Konzerte von André Rieu auf dem Vrijthof schwelgten, bestaunten andere die historische Architektur und zahlreichen Kunstobjekte in der kopfsteingepflasterten Altstadt. Ein besonderer Fotopoint war außerdem Rieus historisches Elternhaus an einer alten Mühle hinter der Stadtmauer. Den gebührenden Abschluss fand der Tag in Aachener Tradition: Ein zünftiges Essen im Brauhaus und ein Cocktail in der „kleinsten Kneipe Europas“.

Stadt Eupen, Park Moorenhöhe
Foto: Sieglinde Hackling

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Bevor es am Mittwoch endgültig Richtung Heimat ging, durfte ein Besuch im malerischen Monschau nicht fehlen. Die Fachwerkhäuser der Eifelstadt boten noch einmal eine malerische Kulisse, bevor ein letzter Zwischenstopp im Landschaftspark Duisburg noch den Bogen zur Industriegeschichte schlug. Nach einer gemütlichen Kaffeetafel tauchten wir Landfrauen in die Welt des Bergbaus ein. Das war ein würdiger Abschluss für eine Reise voller Kontraste.

Mit „Engelswetter“ im Gepäck und vielen neuen Eindrücken im Kopf endete eine Fahrt, die vor allem eines war: ein Zeugnis guter Stimmung und herzlicher Geselligkeit.

Dieser Text wurde erstellt von:
Sieglinde Hackling
Landfrauen Aschendorf