Fahndungserfolg am Flughafen Düsseldorf

Bundespolizei stellt fünf Gesuchte – einer in Haft

13.04.2026 – 09:33 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Patrouillenfahrzeug der deutschen Bundespolizei auf dem Flughafen Düsseldorf (Symbolbild): Am Wochenende gab es hier mehrere Festnahmen. (Quelle: Andreas Haas via www.imago-images.de)

Bei Einreise- und Ausreisekontrollen trifft die Bundespolizei an einem Wochenende gleich fünf per Haftbefehl gesuchte Personen an. Vier konnten sich durch Zahlung ihrer Geldstrafe freikaufen – für einen endete die Reise vor Gericht.

Fünf Personen, fünf Haftbefehle, ein Wochenende: Die Bundespolizei hat vom 10. bis 12. April 2026 am Flughafen Düsseldorf bei grenzpolizeilichen Kontrollen fünf Gesuchte gestellt. Die Delikte reichten von Unfallflucht über Fahren ohne Fahrerlaubnis bis zum Verdacht der räuberischen Erpressung.

Den Auftakt machte ein 26-jähriger Deutscher, der aus Beirut einreiste. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hatte im März 2026 einen Haftbefehl gegen ihn erlassen – wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Verurteilt worden war er bereits im März 2024. Er zahlte 1.800 Euro vor Ort und vermied so 15 Tage Ersatzfreiheitsstrafe.

Kurz darauf kontrollierten die Beamten einen 60-jährigen Kosovaren, der nach Pristina fliegen wollte. Die Staatsanwaltschaft Kassel hatte im März 2026 einen Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen ihn erwirkt; verurteilt worden war er im August 2025. Der im Landkreis Kassel lebende Mann zahlte 960 Euro und entging damit zwölf Tagen Haft.

Ebenfalls am Freitag traf es eine 64-jährige Britin bei der Einreise aus Manchester. Gegen sie lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Münster vor, ausgestellt im Dezember 2025 wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die im Münsterland lebende Frau war im Juni 2024 verurteilt worden. Sie beglich 1.560 Euro und wandte 26 Tage Ersatzfreiheitsstrafe ab.

Am Samstag wollte ein 38-jähriger Syrer von Düsseldorf nach Erbil ausreisen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein hatte im September 2024 einen Haftbefehl wegen unerlaubter Einreise gegen ihn erlassen; verurteilt worden war er im Juli 2024. Der in Österreich lebende Mann zahlte 580 Euro und reiste weiter.

Den schwersten Fall registrierte die Bundespolizei am Sonntagabend. Bei einer stichprobenartigen Einreisekontrolle eines Fluges aus Mailand fiel ein 24-jähriger Italiener auf. Die Staatsanwaltschaft Hagen hatte im November 2024 einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn erlassen – wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung. Der in Italien lebende Mann wurde festgenommen und den Justizbehörden überstellt.