Wie mehrere peruanische Medien, unter anderem die Tageszeitung La República berichten, hat die Nationale Polizei in Cusco, einer Stadt in den peruanischen Anden, einen 48-jährigen Musiker festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2008 seine damals 60-jährige Partnerin Aune Hartmann am Ufer des Titicacasees in Bolivien mit einem Stein getötet zu haben.
Mutmaßliche Tatwaffe von Karlsruher Ermittlern gefunden
Drei Jahre nach der Tat, im Jahr 2011, wurde in Südamerika die Tatwaffe, der Stein mit Spuren von Hartmanns Blut, gefunden. Voraus gingen Ermittlungen unter anderem von einem Staatsanwalt und einem Kriminalbeamten aus Karlsruhe. Der mutmaßliche Täter galt als einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. Für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, war eine Belohnung von umgerechnet 5.000 Euro ausgesetzt.
Aune Hartmann war Juristin, Politikern und Aktivistin
Die Karlsruher Grünen-Politikerin Aune Hartmann gehörte mehrere Jahre dem Karlsruher Gemeinderat an. Zudem arbeitete sie als Rechtsanwältin und engagierte sich als Aktivistin für benachteiligte Menschen in Peru. Nur kurze Zeit vor ihrem Tod hatte sie beschlossen, Karlsruhe zu verlassen und nach Südamerika auszuwandern.

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Die Karlsruher Grünen-Politikerin Aune Hartmann. (Archivbild)
Foto: ka-news
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Die Karlsruher Grünen-Politikerin Aune Hartmann. (Archivbild)
Foto: ka-news
Dokumentarfilm stößt Ermittlungen erneut an
Der Journalist und Regisseur Roberto Pazos war gut mit Aune Hartmann befreundet. Er drehte einen Dokumentarfilm über sie und die Ereignisse rund um ihren Tod, der im Mai 2025 in Karlsruhe gezeigt wurde. Nach der Ausstrahlung des Films in Peru sind die Ermittlungen zu ihrem Tod wieder aufgenommen worden. Hartmanns Sohn hatte einen Privatdetektiv angeheuert, um den Mörder seiner Mutter zu finden.
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Franziska Gebhard
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