Insolvenz in Hannover
Beliebter Süßwarenladen schließt größte Filiale Deutschlands
Aktualisiert am 13.04.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Firmenschild von „House of Sweets“ (Symbolbild): Die Filiale nahe des Hauptbahnhofs in Hannover bleibt geschlossen. (Quelle: IMAGO/Sascha Steinach/imago)
Leere Regale statt internationaler Snacks: Die Filiale von „House of Sweets“ in Hannover hat geschlossen. Dahinter steckt eine Insolvenz, die offenbar auch andere Standorte betrifft.
In Hannovers Innenstadt verschwindet ein auffälliges Geschäft: Die Filiale von „House of Sweets“ hat geschlossen. Grund ist die Insolvenz der Betreibergesellschaft „House of Sweets Hannover GmbH“. Das geht aus einer Veröffentlichung des Amtsgerichts Hannover hervor.
Bereits am 2. April wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Wirtschaftsjuristen Lars Rühmland. Die Filiale in zentraler Lage nahe des Hauptbahnhofs wird bei Google inzwischen als „dauerhaft geschlossen“ geführt.
Der Store in zentraler Lage nahe des Hauptbahnhofs hatte im August 2024 eröffnet. Es war die größte Filiale von „House of Sweets“ in Deutschland. Auf rund 350 Quadratmetern wurden dort Süßigkeiten und Snacks aus aller Welt verkauft. Inzwischen sind durch das Schaufenster nur noch leer geräumte Regale zu sehen, berichtet die Zeitung.
Das Konzept hinter „House of Sweets“ setzte nach Angaben des Unternehmens auf importierte Süßigkeiten aus aller Welt, die in Deutschland sonst schwer erhältlich sind. Das Unternehmen, das in Salzgitter entstanden ist, war in den vergangenen Jahren vor allem über soziale Medien gewachsen und hatte mehrere Filialen bundesweit eröffnet.
Die wirtschaftlichen Probleme beschränken sich offenbar nicht auf Hannover. Wie das Portal „regionalheute.de“ berichtet, ist auch die Filiale in Braunschweig insolvent und bereits geschlossen. Auch dieser Standort wird online als „dauerhaft geschlossen“ geführt.
Hinweise auf Schwierigkeiten gibt es auch an anderer Stelle: Auf der Unternehmenswebseite heißt es, Bestellungen über den Onlineshop seien derzeit nicht möglich. Als Grund wird ein Umzug in eine größere Lagerhalle genannt. Zudem wurden auf dem Instagram-Kanal seit Ende Dezember 2024 keine neuen Beiträge mehr veröffentlicht.
Konkrete Ursachen für die Insolvenzen in Hannover und Braunschweig sind bislang nicht öffentlich bekannt.
