Russische Schwimmer dürfen wieder unter eigener Flagge starten

World Aquatics hebt die Neutralitätspflicht für russische und belarussische Athleten auf. Trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine sind Flaggen, Symbole und Hymnen wieder erlaubt.

Publiziert heute um 22:06 Uhr

Daniel Wiffen beim 400m Freistil-Finale der Irish Open Championships 2026 in Bangor, dynamische Kraulschwimmbewegung mit Wassersplash.

Russische Athleten sollen künftig wieder unter eigener Flagge antreten dürfen. (Symbolbild)

Foto: Bryan Keane (Imago)

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Trotz des andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dürfen russische und belarussische Schwimmer jetzt wieder offiziell für ihr Land an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Entsprechende Flaggen, nationale Symbole auf der Sportkleidung und die Hymnen sind wieder erlaubt, wie der Weltverband World Aquatics mitteilte.

Bei Athletinnen und Athleten im Juniorenbereich war dies bereits zuvor so. Nun gilt die Regelung auch für Erwachsene. Schon bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Singapur waren einige russische und belarussische Sportler, die ein bestimmtes Zulassungsprozedere durchlaufen hatten, wieder dabei gewesen. Sie mussten allerdings unter neutraler Flagge starten.

Verpflichtende Dopingtests

Um wieder an Veranstaltungen des Weltverbands teilzunehmen, müssen Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus zuvor vier aufeinanderfolgende Dopingproben mit einem negativen Ergebnis überstehen. Zudem sollen Hintergrundüberprüfungen stattfinden. Die nächste Schwimm-WM findet im kommenden Jahr in Budapest statt.

«Wir sind entschlossen, dafür zu sorgen, dass Schwimmbecken und Freiwasser weiterhin Orte bleiben, an denen Athleten aus allen Nationen in friedlichem Wettkampf zusammenkommen können», wird Husain Al Musallam, Präsident von World Aquatics, in der Mitteilung zitiert.

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DPA/mac

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Foto: Bryan Keane (Imago)