Streik geht weiter
Lufthansa-Abflüge in München erneut betroffen
13.04.2026 – 19:21 UhrLesedauer: 1 Min.
Flugzeuge der Lufthansa stehen am Flughafen München auf dem Rollfeld (Archivbild): Am Mittwoch und Donnerstag geht der Streik dort weiter. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)
Fluggäste, die nach dem zweitägigen Streik endlich aufatmen wollten, haben sich zu früh gefreut: Die Abflüge der Lufthansa und Cityline fallen erneut für weitere zwei Tage aus.
Nach Streiks von Piloten und Kabinenpersonal bei der Lufthansa geht der Arbeitskampf in die nächste Runde: Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) rief am Montag zu einem zweitägigen Streik am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche auf. Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa vom Flughafen München – und alle Abflüge der Lufthansa-Tochter Cityline.
Bereits am vergangenen Freitag hatte das Kabinenpersonal der Lufthansa die Arbeit niedergelegt. Seit Montagmorgen läuft ein bis Dienstagabend andauernder Streik der Piloten. Mit der Ankündigung des erneuten zweitägigen Streiks will Ufo nach eigenen Angaben den Druck erhöhen.
„Der Streik am Freitag war ein deutliches Signal“, erklärte Harry Jaeger, Leiter Tarifpolitik und Verhandlungsführer der Ufo. „Wenn der Arbeitgeber darauf nicht reagiert, wird dieses Signal zwangsläufig lauter.“ Die hohe Streikbeteiligung am Freitag „hat uns sehr beeindruckt – und sie zeigt überdeutlich, dass sich die Kabine nicht für dumm verkaufen lässt“. Jaeger warf den Arbeitgebern vor, „sich in einer Hardliner-Position eingerichtet zu haben“.
Der Streik soll am Mittwoch um 0.01 Uhr beginnen und am Donnerstag um 23.59 Uhr enden. Die Beschäftigten wollten die Haltung der Arbeitgeber „nicht länger hinnehmen“, erklärte Jaeger. „Wenn Existenzangst konsequent auf Blockade trifft, dann wird eine weitere Zuspitzung kaum zu vermeiden sein.“
