Der 4:2-Heimsieg der
Eisbären Berlin im dritten Halbfinalspiel der Deutsche Eishockey
Liga gegen die Kölner Haie wird von schweren Ausschreitungen nach
Spielende überschattet.
Wie unter anderem rbb24 berichtet,
kam es am Sonntag rund um die Arena in Berlin-Friedrichshain zu
einem gezielten Angriff auf einen Fanbus der Gäste. Etwa 20 bis 30
vermummte Personen attackierten das Fahrzeug mit Fahnenstangen,
Flaschen und Schlägen. Dabei wurden Scheiben beschädigt,
Fanmaterialien entwendet und zumindest ein Insasse verletzt, wie
„www.rbb24.de“
berichtete. Die Polizei kontrollierte in weiterer Folge zahlreiche
Personen und ermittelt wegen besonders schweren
Landfriedensbruchs.
Sportlich hatten die Berliner zuvor
Spiel drei der „Best-of-Seven“-Serie mit 4:2 für sich entschieden
und damit auf 2:1 gestellt.
Klub reagiert mit klarer
Stellungnahme
Die Eisbären Berlin meldeten sich
kurz nach Bekanntwerden der Vorfälle mit einem offiziellen
Statement zu Wort – und fanden dabei deutliche Worte. Der Klub
distanzierte sich klar von den Tätern und verurteilte den Angriff
„aufs Schärfste“.
Zudem entschuldigte sich die
Organisation ausdrücklich bei den Kölner Haie, deren Fans sowie
allen Betroffenen des Angriffs. Gleichzeitig betonten die
Verantwortlichen, dass Gewalt keinerlei Platz im Eishockey habe und
nicht mit den Werten des Vereins vereinbar sei.
Auch wurde hervorgehoben, dass es
sich bei den Tätern nicht um repräsentative Fans der Berliner
handle – ein Großteil der Anhängerschaft distanziere sich klar von
derartigen Aktionen.
Fokus wieder auf das
Sportliche?
Trotz der sportlich intensiven und
hochklassigen Halbfinalserie rückt der Vorfall nun unweigerlich in
den Mittelpunkt. Die Liga sowie die beteiligten Klubs stehen vor
der Herausforderung, die Situation aufzuarbeiten und für Sicherheit
rund um die kommenden Spiele zu sorgen.
Die Serie zwischen Berlin und Köln
bleibt damit nicht nur sportlich brisant, sondern hat nun auch
abseits des Eises eine unerwartete und unschöne Dimension
erhalten.
Pic: DEL.org
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