Newsblog zur Parlamentswahl in Ungarn
US-Vize Vance äußert sich zu Orbáns Wahlniederlage
Aktualisiert am 14.04.2026 – 05:14 UhrLesedauer: 22 Min.
US-Vizepräsident JD Vance und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán bei ihrem Wahlkampfauftritt in Budapest (Archivbild). (Quelle: Marton Monus)
In Ungarn steht nach der Parlamentswahl ein Machtwechsel bevor. Russland zeigt sich darüber unerfreut. Alle Entwicklungen im Newsblog.
US-Vizepräsident JD Vance hat sich enttäuscht über die Niederlage des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orban bei der Parlamentswahl in Ungarn gezeigt. „Ich bin traurig, dass er verloren hat“, sagte Vance am Montag (Ortszeit) dem US-Sender Fox News. „Wir werden, da bin ich sicher, sehr gut mit dem nächsten ungarischen Regierungschef zusammenarbeiten“, fügte Vance mit Blick auf den Wahlsieger Peter Magyar hinzu.
Orban hatte im Wahlkampf massive Unterstützung aus Washington bekommen. Vance reiste in der vergangenen Woche sogar extra nach Ungarn, um Wahlwerbung für den Verbündeten von US-Präsident Donald Trump zu machen. Trotz dieser Bemühungen konnte Orbans Fidesz-Partei die Parlamentswahl am Sonntag nicht gewinnen.
Ungarns designierter Ministerpräsident Péter Magyar hat dem scheidenden Außenminister Péter Szijjártó vorgeworfen, vertrauliche Dokumente im Außenministerium schreddern zu lassen. „Heute um 10 Uhr erschien er im Außenministerium, und seitdem schreddern er und seine engsten Mitarbeiter Dokumente, die mit dem Sanktionsmaterial zu tun haben“, sagte Magyar am Montag auf einer Pressekonferenz in Budapest. Er berief sich dabei auf Insider aus dem Ministerium. Eine Stellungnahme des Außenministeriums lag zunächst nicht vor.
Magyar erklärte zudem, Hinweise auf die Vernichtung sensibler Unterlagen habe es bereits seit Tagen gegeben – auch in anderen staatlichen Einrichtungen.
Während des Wahlkampfs war Szijjártó wegen seiner Russlandkontakte unter Druck geraten. Recherchen zufolge soll er seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow Unterstützung zugesagt haben, um sanktionierte Personen von EU-Listen zu streichen. Zudem steht der Vorwurf im Raum, er habe Moskau über interne Beratungen in Brüssel informiert.
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