Newsblog zum Krieg in Nahost
US-Regierung stellt Iran harte Forderung – die Mullahs antworten
Aktualisiert am 14.04.2026 – 05:13 UhrLesedauer: 35 Min.
US-Präsident Donald Trump spricht vor dem Oval Office des Weißen Hauses. (Quelle: Alex Brandon/AP)
Im Iran erreichen die Hinrichtungen seit 35 Jahren einen Höchststand. Trump droht. Alle Entwicklungen im Newsblog.
In Washington sollen am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon beginnen. Die Gespräche auf Botschafterebene finden im US-Außenministerium statt. Über die Ziele herrscht Uneinigkeit: Die libanesische Präsidentschaft will über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel verhandeln. Israel schließt dies vorerst aus und fordert eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz.
Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt und nach eigenen Angaben zahlreiche Hisbollah-Stellungen ins Visier genommen. Israel und der Libanon unterhalten bisher keine formalen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.
Teheran (dpa) – Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der „mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter“ hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.
In den Verhandlungen um ein Ende des Iran-Krieges ist US-Vizepräsident JD Vance zufolge Teheran am Zug. „Ich glaube wirklich, dass der Ball im Feld der Iraner liegt, weil wir sehr viel auf den Tisch gelegt haben“, sagte Vance am Montag (Ortszeit) dem US-Sender Fox News. „Wir haben tatsächlich sehr klar gemacht, wo unsere roten Linien verlaufen“, fügte er hinzu.
Besonders in zwei Punkten habe US-Präsident Donald Trump klar gemacht, „dass wir keinerlei Spielraum haben“, sagte Vance. Diese Punkte seien die US-Kontrolle über das angereicherte Uran des Iran und einen Überprüfungsmechanismus, um sicherzustellen, dass Teheran in Zukunft keine Atomwaffe entwickelt. „Es ist das eine, wenn die Iraner sagen, sie werden keine Atomwaffe besitzen“, sagte der US-Vize. „Es ist etwas anderes, wenn wir einen Mechanismus schaffen, der sicherstellt, dass das nicht passieren wird.“
