
Stand: 14.04.2026 12:28 Uhr
Fünf Pferde, darunter ein 36-jähriges Pony, sind in der Nacht zu Montag durch die Wolfenbütteler Innenstadt galoppiert. Sie ließen sich zunächst nicht fangen. Ein Zufall spielte der Polizei in die Karten.
Wie eine Sprecherin dem NDR Niedersachsen bestätigte, liefen die Tiere rund drei Stunden quer durch die City. Beamte aus mehreren Dienststellen versuchten, die Pferde einzufangen. Zunächst ohne Erfolg. Schließlich half ein Zufall: Der Polizei zufolge führte der Weg der Pferde irgendwann am Polizeirevier in der Lindener Straße entlang. Dort gelang es den Beamten, die Tiere aufs Gelände zu leiten und das Tor zu schließen. Am Montagmorgen holte die Besitzerin, die namentlich nicht genannt werden will, die Tiere ab. Sie sagte dem NDR Niedersachsen, dass die Tiere geschafft, aber munter gewesen seien.
Expertin: Pferde bei Herdentrieb schwer zu bremsen
Auch ein 36 Jahre altes Pony gehörte zu der ausgebüxten Herde. Dass es mit dem dem Tempo der anderen Tiere mithalten konnte, sei überraschen, sagte die Besitzerin. Den Grund erklärt Stefanie Rose-Hotopp, 1. Vorsitzende des Reitvereins Halchter. „Wenn Pferde flüchten, dann in der Herde und schnell“, sagte die Expertin dem NDR Niedersachsen auf Anfrage. Das mache es schwierig, sie wieder einzufangen. Demnach werden die Tiere oft gegenseitig voneinander angetrieben, kilometerweit weiterzulaufen. Ein Lauf durch die Stadt sei dabei nicht unbedingt stressig für die Tiere. Laut Rose-Hotopp reagieren Pferde unterschiedlich auf solche Situationen, manche panisch, manche können es regelrecht genießen. Wie die Pferde entlaufen konnten, ist noch nicht bekannt. Die Besitzerin geht davon aus, dass jemand Unbekanntes sie freigelassen hat.

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