Etwa 30 Menschen steht auf dem Rathausplatz mit einem Banner "Olympija"

AUDIO: Initiative „OlympJA“““ ruft zu Kundgebung auf (1 Min)

Stand: 14.04.2026 14:40 Uhr

Als Antwort auf das Bündnis „NOlympia“ hat sich in Hamburg das Bündnis „OlympJA“ gegründet. Die Befürworterinnen und Befürworter der Hamburger Olympia-Bewerbung planen am 24. April eine große Kundgebung am Jungfernstieg.

„Wir wollen zeigen, dass es beim Thema Olympia-Bewerbung mehr gibt als Bedenken und Blockade“, sagte Matthias Onken, einer der Initiatoren des neuen Bündnisses. „Wir glauben an eine Stadt, die mutig, aufgeschlossen und zuversichtlich genug ist, große Chancen zu ergreifen.“

Zu den Initiatorinnen und Initiatoren gehören neben Onken auch die Präsidentin des Hamburger Sportbunds Katharina Kodolitsch, der Unternehmer Uwe Bergmann sowie Kazim Abaci, der Geschäftsführer des Vereins Unternehmer ohne Grenzen. Ziel der Initiative sei es, ein positives Zeichen für Olympische Spiele in Hamburg zu setzen, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung des Bündnisses.

Kundgebung auf dem Jungfernstieg am 24. April geplant

Am 24. April will „OlympJa“ mit einer großen Kundgebung auf dem Jungfernstieg ein Zeichen für die Hamburger Bewerbung setzen. Für die Veranstaltung sei ein Mix aus Musik, Wortbeiträgen und Sportaktivitäten geplant, sagte Onken. „Es ist Zeit, Lust zu machen auf diese Großveranstaltung.“

Alle Besucherinnen und Besucher sollen Sportgeräte mitbringen – für ein symbolisches Training für Olympia. Unter anderem soll die Alster mit Wassersportlerinnen und -sportlern bespielt werden. Auf der Alster werden Hunderte Sportler und Sportlerinnen mit Kanus, Ruderbooten und Stand-up-Boards erwartet. Ein Zusammenschluss aus den 25 größten Sportvereinen Hamburgs habe bereits zugesagt, sagte Onken.

NDR Umfrage Auslöser für Initiative

Auslöser der Initiative sei eine Umfrage von infratest dimap im Auftrag des NDR gewesen, erläuterte Onken. Laut dieser sah jüngst eine Mehrheit der Hanseatinnen und Hanseaten die Olympiabewerbung kritisch. Demnach gaben 50 Prozent der Befragten auf die Frage, ob sie die Olympia-Bewerbung Hamburgs eher gut oder eher schlecht finden, „eher schlecht“ an. „Eher gut“ wurde die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 demnach nur von 41 Prozent der Befragten gesehen.

Hamburg ist neben Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr einer von vier Kandidaten für eine deutsche Bewerbung. In München hatten sich in einem Referendum im Oktober vergangenen Jahres mehr als 66 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für eine Bewerbung als Austragungsort ausgesprochen. In Hamburg findet das Referendum am 31. Mai statt.

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