1:4 in Bochum

„Klare Rote Karte“: BTSV-Trainer rügt Schiedsrichter

13.04.2026 – 11:20 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 1075971834Vergrößern des Bildes

Lars Kornetka runzelt die Stirn: Der Trainer von Eintracht Braunschweig war nach dem Spiel in Bochum unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de/imago)

Der Frust sitzt tief bei Eintracht Braunschweig: In Bochum verliert der BTSV klar mit 1:4. Der Ärger entlädt sich hinterher auch am Schiedsrichter.

Das war nichts: Im Kellerduell der 2. Bundesliga beim VfL Bochum hatte Eintracht Braunschweig am Sonntag klar das Nachsehen. Nach dem 1:4 an der Castroper Straße war Trainer Lars Kornetka merklich unzufrieden – allerdings nicht nur mit der Leistung seiner Mannschaft. Auch in Richtung von Schiedsrichter Wolfgang Haslberger richtete der BTSV-Coach kritische Worte.

Die Bewertung einer Szene ärgerte Kornetka besonders: Kurz nach Beginn der zweiten Spielhälfte – beim Stand von 0:2 – kam Bochum-Profi Matúš Bero gegen Max Marie zu spät und traf ihn klar am Knöchel. Schiedsrichter Haslberger zückte Gelb. „Für mich ist das eine ganz klare Rote Karte“, sagte Kornetka hinterher bei der Pressekonferenz. „Das war ein klares Foulspiel und dann wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen.“ Die Situation müsse man dem Schiedsrichtergespann ankreiden.

Schon im ersten Durchgang hatte Bochum mit einer Entscheidung des Referees Glück. Nach einem Zweikampf mit Noah Loosli im Bochumer Strafraum war BTSV-Stürmer Jovan Mijatovic in der 16. Minute zu Boden gegangen. Der Elfmeterpfiff blieb aus – genauso wie in der Schlussphase, als Leandro Morgalla Mijatovic bei einem Pressschlag im Sechzehner traf.

Auf der anderen Seite zeigte Haslberger dagegen auf den Punkt, nachdem Leon Bell Bell wegrutschte und Bochum-Profi Callum Marshall zu Fall brachte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Philipp Hofmann zum 4:1-Endstand. „Wir kriegen den Elfer gegen uns. Der Spieler stoppt den Ball. Er springt weg. Der hatte keine Chance, an den Ball zu kommen“, sagte Kornetka der „Braunschweiger Zeitung“ zu der Szene.

Die Niederlage wollte Kornetka letztlich aber nicht am Schiedsrichter festmachen. Zu viele Ballverluste und Fehler hätten zu dem „bitteren“ Ausgang der Partie geführt. „Wir haben die Kontrolle über das Spiel nicht bekommen, so wie wir es haben wollten“, sagte Kornetka. „Wir waren zu torungefährlich und konnten den Kasten des VfL nicht so bedrohen, wie es hätte sein müssen. Am Ende geht der Sieg für Bochum in Ordnung.“

Für Braunschweig bedeutet das: Die Lage im Tabellenkeller wird immer prekärer. Weil die Konkurrenz punktete, fiel der BTSV auf Relegationsplatz 16 zurück. Am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Hertha BSC (Anstoß: 13.30 Uhr) ist eine Reaktion gefordert. Torschütze Lino Tempelmann gibt sich kämpferisch: Die Situation sei „eklig“, sagt er. „Aber wir werden nicht aufgeben.“