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Washington/Rom – Jetzt knallt es zwischen den einstigen politischen Verbündeten! Angesichts fehlender Unterstützung Italiens im Iran-Krieg attackiert US-Präsident Donald Trump (79) die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49). Er wirft ihr fehlenden Mut vor!

Der Streit über das Papst-Bashing von Donald Trump belastet das bislang gute Verhältnis des US-Präsidenten zu Italiens Regierungschefin Meloni. In einem Telefoninterview mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ sagte Trump am Dienstag über Meloni: „Sie ist unakzeptabel, weil es ihr egal ist, dass der Iran Atomwaffen hat und Italien in zwei Minuten in die Luft jagen könnte.“ Und weiter: „Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt.“ Er sei „schockiert über sie“.

Am Montagnachmittag hatte Meloni zu Trumps jüngster Polemik gegen Papst Leo XIV. erklärt: „Ich finde die Worte von Präsident Trump über den Heiligen Vater inakzeptabel. Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche, und es ist richtig und normal, dass er den Frieden beschwört und jede Form von Krieg verurteilt.“

Trump legt gegen Papst nach

Im Interview legte Trump nun noch einmal mit seiner Kritik an Papst Leo XIV. nach und sagte: „Er versteht es nicht und sollte nicht über Krieg sprechen, weil er keine Ahnung hat von dem, was vor sich geht. Er versteht nicht, dass man im Iran im vergangenen Monat 42.000 Demonstranten getötet hat.“

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Brisant: Meloni galt lange als engste Trump-Vertraute in Europa – doch Italien verweigerte wie andere Nato-Partner die Unterstützung im Iran-Krieg. Trump wütete deshalb, nannte die Allianz einen „Papiertiger“ und drohte sogar damit, die US-Mitgliedschaft zu überdenken. Die Europäer konterten: Der von den USA und Israel am 28. Februar begonnene Krieg sei kein Bündnisfall – ein Eingreifen der Nato daher nicht nötig.

Italien setzt Abkommen mit Israel aus

Unterdessen wurde bekannt, dass Italien sein Verteidigungsabkommen mit Israel auf Eis legt. Es regelte bislang den Austausch von militärischer Ausrüstung und technologischem Wissen. „Angesichts der aktuellen Lage hat die Regierung beschlossen, die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel auszusetzen“, sagte Meloni am Rande einer Veranstaltung in Verona.

Aus einer diplomatischen Quelle hieß es: „Es wäre politisch schwierig gewesen, es weiterlaufen zu lassen.“ Das Abkommen, dem Israel 2006 zugestimmt hatte, wird alle fünf Jahre überprüft. Es umfasste unter anderem die Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie, bei der Ausbildung von Militärpersonal sowie in Forschung, Entwicklung und Informationstechnologie.