
AUDIO: NDR 2 Soundcheck Neue Musik: Bosse mit neuem Album (69 Min)
Stand: 14.04.2026 18:17 Uhr
Popstar Bosse hat exklusiv bei NDR 2 sein zehntes, noch unveröffentlichtes Album vorgestellt. In „Stabile Poesie“ erzählt der Niedersachse von Tanzen und von Liebe. Von Poesie, Ängsten, vom Hass im Netz. Im Mai geht er auf Hallen-Tour.
Der Musiker Axel Bosse hat einen besonderen Tag beim NDR gefeiert. Exklusiv für die NDR 2 Hörerinnen und Hörer stellte der Braunschweiger mehr als eine Stunde lang sein zehntes Studioalbum vor. Die zwölf neuen Songs erscheinen erst kommenden Freitag – und damit geht er im Mai auf Hallen-Tournee. Doch schon jetzt hat er das Dutzend neuer Songs persönlich im Radio vorgestellt.
Neuer Song „Schwesternherz“: „Widme ihn allen Schwestern“
Aki – unter dem Spitznamen stellt er sich vor – hat in der NDR 2 Sendung „Soundcheck Neue Musik“ bei Moderator Dirk Böge nur so gesprudelt. Und von seinem 20-jährigen Bühnenjubiläum erzählt, das er bereits 2025 gefeiert hat. Von besonderen Menschen in seinem Leben: wie etwa seine Schwester, der er auf der Platte einen Song gewidmet hat. Der Titel: „Schwesternherz“, eine eingängige Popnummer mit Spuren von Elton John. Auf den Song sei der Musiker gekommen, als er alte Fotoalben gewälzt und ein schönes Foto mit sich und seiner Schwester entdeckt habe, erzählt der 46-Jährige.
Besonders aufregend für ihn: „Meine Schwester hat den Song noch nicht gehört“. Vielleicht hat sich das inzwischen geändert – das Lied ist im Sendungsmitschnitt exklusiv zu finden.
„Liebe in Zeiten, wo Hass regiert“

„Aki“ Bosse veröffentlicht mit „Stabile Poesie“ sein zehntes Studioalbum.
Bosse erzählt von den langen Privatnachrichten, die er auf seinem Social-Media-Kanal von Instagram immer wieder erhält. Dort erzählen ihm Fans, in welchen Situationen sie seine Musik hören. Manche berichten, wie die Musik sie berührt, durch schlimme Phasen im Leben hilft.
Natürlich gebe es Höhen und Tiefen des Lebens, so Bosse. Es werde immer zu dem Punkt kommen, wo alles zu scheitern drohe, aber auch das sei Teil des Lebens. „Die Welt hat viel Tiefgang, ich versuche nicht gegen Tiefgang zu sein. Ich will auch versuchen, das Scheitern zu feiern: Auf den Umwegen begegnet man den besten Leuten.“ Der Musiker ist der Meinung, dass wir alle freundlicher sein sollten: „Liebe in Zeiten, wo Hass regiert“, singt er in „Flackern“.
„Digitale Gewalt ist Gewalt“
Mit Politik aufgewachsen, sieht es Bosse seit vielen Jahren als seine Pflicht, den Mund aufzumachen: Das tut er immer, wenn er es für sinnvoll hält. Dafür wolle er seine Musik nutzen, denn die biete die größte Reichweite. Hass im Netz treffe ihn nicht direkt, trotzdem wolle er besonders weiblich gelesene Frauen unterstützen. „Digitale Gewalt ist Gewalt“, sagt er deutlich – deswegen versuche er, Hilfesuchenden eine Bühne zu bieten.
Musiker zu sein, sei seine Leidenschaft, erzählt Bosse. Im Musikprozess fühle er sich wie ein 14-Jähriger, und das sei „besonders cool“. Großen Wert legt er dabei auf klangvolle Melodien, das Verbinden von verschiedenen Sounds und Instrumenten und vor allem auf seine Texte. „Die besten Ideen dafür kommen mir im Ökoladen, ich gehe damit spazieren, was so im Kopf ist“, erzählt er lachend.
Tour-Auftakt am 2. Mai
Bosse freut sich auf die Auftakt seiner Tour, die am 2. Mai in Köln beginnt. Kurz danach geht es im Norden weiter nach Hamburg (9. Mai), Hannover (10. Mai), Bremen (12. Mai) und Kiel (13. Mai).

Im NDR 2 Soundcheck Neue Musik stellt Axel Bosse bei Dirk Böge exklusiv vor Veröffentlichung sein neues Album „Stabile Poesie“ vor.

Hier gibt es den NDR 2 Soundcheck Neue Musik vom Montag zum Nachhören – jetzt als praktisches On-Demand-Audio von Anfang an!

Der Popmusiker gastierte mit seinem neuen Album „Übers Träumen“ in Kiel. Mit dabei: Der Kieler Frauenchor Jazzica.

Das Open-Air-Festival gegen Rechtsextremismus findet seit 2007 in dem kleinen Ort Jamel statt. Neonazis sind dort in der Überzahl.
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