Bielefeld/Herford/Paderborn. Zwei Hochzeitsgesellschaften hielten die Polizei am Samstag, 11. April, auf Trab. Ein Autofahrer meldete gegen 14.45 Uhr einen Hochzeitskorso auf der A33 Richtung Brilon. Laut Polizei Bielefeld fuhren mehrere geschmückte Pkw in Höhe einer Baustelle bei Schloß Holte mit Tempo 30 und Warnblinklicht, beschleunigten danach stark und nutzten neben beiden Fahrstreifen auch den Standstreifen – teils in drei Reihen.
Später sollen sie erneut auf Tempo 30 abgebremst haben. Der Zeuge gab nach Angaben der Polizei an, rechts überholt worden zu sein und auf dem linken Fahrstreifen stark abgebremst zu haben, um eine Kollision zu vermeiden.
Beim Abfahren an der Anschlussstelle Schloß Neuhaus soll ein Pkw angehalten und andere Fahrzeuge blockiert haben, damit der Konvoi geschlossen in Richtung Delbrück weiterfahren konnte. Autobahnpolizisten stoppten schließlich die beteiligten Fahrzeuge an der B64. Mit Unterstützung weiterer Streifen der Kreispolizeibehörde Paderborn kontrollierten sie die Hochzeitsgesellschaft auf einem Parkplatz an der Münsterstraße.
Nach Polizeiangaben waren die Fahrer acht Männer aus dem Kreis Herford im Alter von Anfang 20 bis Anfang 40. Im Raum stehen Verdachtsdelikte wie Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Straßenverkehrsgefährdung durch grob verkehrswidriges, rücksichtsloses Überholen.
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Teilnehmer eines Hochzeitskorsos feuert in Bielefeld in die Luft
Gegen 16 Uhr informierte ein Anwohner aus Bielefeld-Heepen die Polizei über Schüsse aus einem Auto. Mehrere Fahrzeuge einer Hochzeitsgesellschaft seien über einen Parkplatz am Lübrasser Weg nahe eines Sportplatzes gefahren; ein Beifahrer habe mehrfach in die Luft geschossen.
Als Streifen eintrafen, war der Korso nicht mehr vor Ort. In der Nähe stoppte die Polizei Fahrzeuge der Gesellschaft, jedoch nicht den beschriebenen Mercedes und den mutmaßlichen Schützen. Die Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz dauern an.