Multisportevent
Stand: 14.04.2026 21:04 Uhr
Die 6. Auflage der Finals rückt näher: Vom 23. bis 26. Juli werden in Hannover und im Umland in 24 Sportarten insgesamt 143 deutsche Meistertitel vergeben. Mit bewährten Sportarten, aber auch ganz neuen Wettbewerben.
Sven Schwarz wird eines der Versuchskaninchen sein – und das gern. Deutschlands zweitschnellster 800-Meter-Schwimmer aller Zeiten tritt in seiner Heimatstadt in der extra für die Veranstaltung erdachten Lagenmeisterschaften an und kann es kaum erwarten: „Die neuen Formate wie die Elimination Races und die Kombinationswertungen brechen den gewohnten Wettkampfmodus auf und machen die Rennen extrem spannend“, sagte der zweifache Vizeweltmeister des vergangenen Jahres.
„Wir haben hier super Bedingungen und die Wettkampfstätten suchen ihres Gleichen. Wir haben ein Mini-Olympia in Hannover und ich freue mich da extrem drauf.“
Schwimmer Sven Schwarz
Der Spitzen-Athlet der Wasserfreunde von 1898 Hannover tritt in einem Kombinationswettkampf über 800 und 400 Meter unter anderem gegen Olympiasieger Lukas Märtens und Johannes Liebmann an, der ihm gerade den Europarekord über 800 Meter abgeluchst hat.
„Dass die gesamte deutsche Spitze für dieses Highlight hier in meiner Heimatstadt zusammenkommt, ist einfach großartig“, betonte Schwarz. „Ich freue mich auf ein tolles Event mit super Stimmung.“
Video:
Schwimmer Schwarz: „Haben super Bedingungen in Hannover“ (2 Min)
Knapp 4.000 Athletinnen und Athleten
Die Finals finden erstmals im Norden statt. Weil es in Hannover kein geeignetes Stadion gibt, messen die Leichtathletinnen und Leichtathleten ihre Kräfte allerdings in Bochum-Wattenscheid. Nur der Stabhochsprung ist auf dem Opernplatz im Zentrum der niedersächsischen Landeshauptstadt vorgesehen.
An den vier Veranstaltungstagen werden insgesamt 143 deutsche Meistertitel in 24 Sportarten und zehn verschiedenen Sportstätten vergeben. Die Veranstalter rechnen mit knapp 4.000 Athletinnen und Athleten, dazu rund 1.400 Trainer und Betreuer.

Sportarten, Orte, Sendezeiten
Vom 23. bis 26. Juli finden in Hannover die Finals 2026 statt. Bei der sechsten Ausgabe des Multisportevents werden 143 Meistertitel in 24 Sportarten vergeben.
Viele Wettkämpfe kostenlos schauen
Wie im Schwimmen wird es auch im Rudern, beim Kanu und beim Windsurfen besondere Wettkampfformate geben, um nah bei den Menschen zu sein und für zusätzliche Spannung zu sorgen. Viele der Wettkämpfe können kostenlos und ohne Eintrittskarte besucht werden. „Die Finals 2026 in Hannover werden eine außergewöhnliche Sportgroßveranstaltung werden“, ist Geschäftsführer Hagen Boßdorf von der Finals GmbH überzeugt.
Ob der Stabhochsprung mit der Oper im Hintergrund, das Breaking im Ambiente des Neuen Rathauses, Coastal Rowing auf dem Steinhuder Meer oder das Rapid Surfen auf der Leinewelle – die Veranstalter haben sich einiges einfallen lassen.

Deutschlands beste Stabhochspringerinnen und -springer ermitteln im Juli ihre Meister auf dem Opernplatz – im Rahmen der Finals.
Oberbürgermeister Onay: „Vorfreude steigt spürbar“
„Die Vorfreude ist riesig. Hannover freut sich auf die Finals 2026. Das wird das sportliche Highlight. Nicht nur für Hannover, sondern die gesamte Bundesrepublik“, erklärte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und hofft, dass die Veranstaltung zeigt, „wie verbindend Sport sein kann“ und dass sie für „eine ganz besondere Atmosphäre sorgt, die weit über den Wettbewerb hinausgeht“.
„Hannover und die Region werden für vier Tage zur Bühne des deutschen Spitzensports – offen, urban und nah bei den Menschen.“
Niedersachsens Sportministerin Daniela Behrens
So soll die Stadt in diesem Sommer zum Treffpunkt für viele Sportbegeisterte aus ganz Deutschland werden. „Wir werden tollen Sport und tolle Bilder erleben. Und Hannover wird sich von der besten Seite zeigen.“
Für die Veranstaltung gibt es einige Sponsoren, der größte öffentliche Geldgeber ist aber das Land Niedersachsen. Das Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung fördert die Finals mit bis zu drei Millionen Euro.
Video:
Hannovers Oberbürgermeister Onay: „Viel Herzblut“ bei den Finals (1 Min)
Wer nicht vor Ort ist, wird auch zu Hause oder mobil bestens versorgt. ARD und ZDF zeigen in den Hauptprogrammen rund 30 Stunden Livesport von den Finals. Dazu kommen mehr als 100 Stunden in Livestreams bei sportschau.de oder in der Mediathek. Als Federführer für alle ARD-Anstalten übernimmt der NDR zudem die umfangreiche Radio-Berichterstattung.
Das Landesfunkhaus Niedersachsen berichtet jeden Tag mehrere Stunden live im Radio von den Finals. Dafür wird extra ein Pop-up-Studio am Maschsee errichtet.
Toba: „Vergleichbar mit Olympia, nur national“
Die Athleten der Stadt sind jedenfalls voller Vorfreude. „Die Finals haben immer einen hohen Stellenwert, weil es vergleichbar ist mit Olympischen Spielen, nur halt national“, erklärte der ehemalige deutsche Spitzenturner Andreas Toba.
Ruderin Paulina Paszek vom HKC Hannover, die bei Olympia in Paris Silber und Bronze gewonnen hat, ergänzte: „Es fühlt sich einfach besonders an, wenn so ein großes Event in der eigenen Region stattfindet. Das sorgt noch mal für eine bisschen mehr extra Motivation.“

Die Finals 2026
NDR Sportchef Gerd Gottlob freut sich darüber, dass bei den Finals in Hannover auch unbekanntere Sportarten im Fokus stehen.

Die Finals 2026
Bei den Finals dabei zu sein, sei für viele Sportarten spannend, so Finals GmbH Geschäftsführer Hagen Boßdorf, der auch Sportarten ablehnen musste.

Mit den Finals kommen die Deutschen Meisterschaften in 25 Sportarten nach Hannover. Vorab sind Schul-Finals geplant.