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München – Wollte Kim S. (20) ihre eigene Schwester im Schlaf erschlagen! Mit einem 4 Kilo schweren Hammer soll die Arbeitslose im Haus der Eltern am Rande Münchens auf die 22-Jährige eingeschlagen haben – als diese schlief und wehrlos war. Jetzt steht Kim S. wegen des Verdachts des versuchten Mordes am Landgericht!
Auf der Anklagebank wirkte S. am Dienstag in München verschüchtert und zurückgezogen. Auf die Fragen des Richters antwortete sie mit leiser Stimme. Doch vor genau einem Jahr wollte sie ein Blutbad anrichten. Aus Hass. Weil sie „durch psychische Gewalt sozial isoliert“ worden sei, sagte die Staatsanwältin zum Motiv. Dabei war Kim S. wohl nur eifersüchtig auf ihre hübsche Schwester. Diese war laut Anklageschrift offen und beliebt. Kim S. dagegen „verschlossen, in sich gekehrt, mit wenigen sozialen Kontakten“.

Mit so einem Vorschlaghammer wollte die 20-Jährige ihre Schwester im Schlag erschlagen
Opfer überlebte mit leichter Hirnblutung
Sie wurde psychisch krank, konnte keinen Ausbildungsplatz finden. Die Schuld dafür gab sie ihrer Schwester und beschloss, die 22-Jährige kaltblütig zu töten. Sie kaufte laut Anklage einen Vorschlaghammer und Messer (18 und 20 cm Klingen). Im Internet recherchierte sie, welche Strafe sie für Mord als Jugendliche erhalten würde. Als die Mutter Mitte April 2025 im Urlaub war, plante sie den Anschlag auf ihre Schwester. Auslöser war laut Staatsanwaltschaft ein Streit ums Putzen im Haus. Im Vorfeld der Tat nahm sie noch wirre Videos zu ihren Motiven auf, veröffentlichte diese in sozialen Medien.

Verteidigerin Birgit Schwerdt beantragte den Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Opfer sagte per Video-Zuschaltung aus
Foto: Theo Klein/BILD
Dann schlich sie um 4 Uhr morgens ins Zimmer ihrer Schwester, schlug mit dem Hammer brutal auf den Kopf der Schlafenden ein. Die 22-Jährige wurde wach und versuchte, weitere Schläge abzuwehren. Kim S. traf sie noch mindestens zweimal am Kopf, sagte laut Staatsanwaltschaft: „Jetzt schaffe ich es, jetzt bringe ich dich um!“
Schwester sagte per Video aus – aus Angst
Ihre Schwester ließ sie blutend zurück, ging laut Anklage wohl davon aus, dass sie sterben würde. „Um sich nicht dem Anblick auszusetzen, flüchtete die Angeschuldigte.“ Doch das Opfer überlebte mit Platzwunden und einer leichten Hirnblutung. Kim S. wurde festgenommen, ist seither in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Zu Beginn des Prozesses wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, in zwei Wochen soll ein Urteil fallen. Am ersten Verhandlungstag sagte die Geschädigte aus – per Video-Schalte. Aus Angst vor Kim S.