Seit vergangener Woche ist „Starfield“ auch für die PS5 erhältlich und jetzt liefert ein neuer Bericht erste Schätzungen zu den Verkäufen. Doch während die Zahlen auf den ersten Blick recht solide wirken, offenbaren sie auch ein tieferliegendes Problem von Microsofts Multiplattform-Strategie.

Etwa zweieinhalb Jahre nachdem „Starfield“ für die Xbox Series X/S und den PC veröffentlicht worden war, landete Bethesdas Sci-Fi-Rollenspiel in der vergangenen Woche endlich auch auf der PS5. Mit im Gepäck: das umfangreiche „Free Lanes“-Update sowie die brandneue Erweiterung „Terran Armada“.

Doch wie groß war das Interesse der PlayStation-Community nach dieser langen Wartezeit tatsächlich noch? Nachdem das Weltraum-Abenteuer zum Launch bereits den Sprung in die Top 10 des US-amerikanischen PS Stores verpasst hatte, liefern aktuelle Schätzungen nun konkretere Zahlen. Und die machen deutlich: Der ursprüngliche Hype um „Starfield“ scheint nach der langen Exklusivität weitgehend verflogen zu sein.

Starfield auf PS5: Schneller Start, aber weit hinter Forza und Gears

Wie aus einer detaillierten Analyse von Alinea Analytics (via Wccftech) hervorgeht, konnte sich die PS5-Version von „Starfield“ innerhalb der ersten Woche schätzungsweise 140.000 Mal verkaufen. Damit wurde auf der Sony-Konsole ein Bruttoumsatz von etwa 7,7 Millionen US-Dollar erzielt.

Im direkten Vergleich mit anderen aktuellen Xbox-Portierungen schlägt sich das Bethesda-RPG dabei durchaus beachtlich: Es legte den schnellsten Start der letzten sechs Monate hin und ließ Titel wie „The Outer Worlds 2“ oder „Avowed“ hinter sich. Lediglich „Ninja Gaiden 4“ konnte zum Launch mit ähnlich starken Zahlen aufwarten.

Starfield: Das Cockpit in euren Händen – PS5-Features im Einsatz

Doch der Glanz trübt sich, wenn man das Bethesda-Erbe betrachtet. Für ein Spiel dieses Kalibers – das oft als „Skyrim“ im Weltraum betitelt wird – sind 140.000 Einheiten zum Start laut den Experten eher ernüchternd. 

Das wird vor allem im Vergleich mit anderen Xbox-Schwergewichten auf der PS5 deutlich: Während das Remaster „Gears of War: Reloaded“ die Millionen-Marke knackte, bewegt sich „Forza Horizon 5“ mit mittlerweile über 5,7 Millionen verkauften Exemplaren in ganz anderen Sphären.

Steam-Meilenstein und Game-Pass-Dilemma

Immerhin befeuerte das „Free Lanes“-Update laut Alinea auch die PC-Verkäufe: Allein in der vergangenen Woche wanderten auf Steam weitere 55.000 Kopien über die digitale Ladentheke, was zusätzliche 2,3 Millionen Dollar einspielte. 

Damit knackte „Starfield“ auf der Valve-Plattform einen beeindruckenden Meilenstein: Insgesamt wurden dort bereits über 200 Millionen US-Dollar umgesetzt. Dass sich der Titel auf Steam schon vor dem PS5-Release rund 3,7 Millionen Mal verkaufte, wertet Alinea derweil als klares Zeichen: PC-Spieler bevorzugen den direkten Kauf gegenüber einem Abo im Microsoft-Store.

Auf der Xbox stehen laut den Schätzungen mittlerweile über eine Million verkaufte Einheiten zu Buche. Dem gegenüber stehen jedoch satte acht Millionen Zugriffe über den Game Pass. Für die Analysten eine verpasste Chance: Die enorme Schnittmenge aus potenziellen Käufern und Abonnenten sorgt dafür, dass die Premium-Verkäufe auf der Konsole im Vergleich zur PC-Version deutlich niedriger ausfallen.

Plattformübergreifend hat „Starfield“ somit inzwischen zwar die Marke von 300 Millionen US-Dollar überschritten, doch die Experten sehen das Ergebnis kritisch: Angesichts der zehnjährigen Entwicklungszeit und des gewaltigen Marketing-Budgets dürfte Bethesda damit gerade erst die Gewinnschwelle erreicht haben.

Das Fazit von Alinea: Jede Menge verpasstes Potenzial. Hätte Microsoft „Starfield“ direkt zum Start vor zweieinhalb Jahren für die PS5 veröffentlicht, läge der Umsatz laut Schätzungen heute wohl beim Doppelten. So bleibt das Weltraum-Epos zwar ein solider Longseller, doch der Status als echter PS5-Hit wird ihm verwehrt.

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