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Eine Süßigkeitenkette ist insolvent. (Symbolbild) © Henning Kaiser/dpa
Was als kleine Idee begann und sich zur bundesweiten Kette entwickelte, ist nun am Ende: Der Süßigkeitenanbieter „House of Sweets“ hat Insolvenz angemeldet.
Henstedt-Ulzburg, Hamburg – Erst 2018 wurde „House of Sweets“ in Braunschweig ins Leben gerufen. Das Konzept: den Menschen eine Vielzahl von süßen Naschereien anzubieten. Das Angebot sollte sich schnell nicht nur auf den norddeutschen Raum beschränken, sondern bundesweit zum Erfolg werden. Bis dato.
Denn nun muss der Süßigkeitenanbieter „House of Sweets“ Insolvenz anmelden. Filialen schließen, der Onlineshop steht still – und die Geschäftsführung schweigt. Der Status quo.
Insolvenzverfahren läuft: „House of Sweets“ zieht letztes Register
Das Insolvenzverfahren über die GmbH hinter der Süßigkeitenkette „House of Sweets“ wurde am 2. April 2026 eröffnet, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet. Zahlreiche Standorte in ganz Deutschland haben inzwischen ihre Türen geschlossen – betroffen sind unter anderem Filialen in Braunschweig, Dortmund und Kassel.
Auch der Hannoveraner Store, der im Sommer 2024 als bislang größter der Kette eröffnet worden war, gehört zu den geschlossenen Standorten. Einige Filialen, etwa in Berlin und Leipzig, sind hingegen noch geöffnet. Der Online-Shop ist derzeit nicht bestellbar – das Unternehmen begründet dies auf der eigenen Website mit einem „Umzug in eine größere Lagerhalle“.
Erfolg in der Corona-Pandemie: „House of Sweets“ begeisterte mit speziellem Konzept
Die Geschichte von „House of Sweets“ begann 2018, als drei junge Männer mit einer Begeisterung für Süßigkeiten ihre erste Filiale in Braunschweig eröffneten. Der eigentliche Durchbruch gelang dem Unternehmen im Jahr 2020 – mitten in der Corona-Pandemie. Kooperationen mit bekannten deutschen Persönlichkeiten wie dem Rapper Sido und der Sängerin Senna Gammour sorgten für Aufmerksamkeit weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Das Geschäftsmodell: seltene und internationale Süßigkeiten, die man hierzulande sonst kaum bekommt – im Laden oder bequem per Online-Bestellung. Mitgründer Tahir Gülsahin erklärte das Erfolgskonzept bereits 2022 in der Braunschweiger Zeitung: „Einige kommen auf der Suche nach ganz speziellen Süßigkeiten, die sie im Ausland kennengelernt oder in Fernsehserien gesehen haben. Andere sind auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen, wollen sich überraschen lassen.“
Vor allem über soziale Medien baute die Kette ihre Reichweite aus und expandierte in viele deutsche Städte. Doch seit etwa einem Jahr ist es in den sozialen Netzwerken ruhig geworden. Eine offizielle Stellungnahme zur Insolvenz, die immer mehr Unternehmen in Deutschland ereilt, lässt die Geschäftsführung bis heute aus. (Quellen: Braunschweiger Zeitung, chip.de, dpa) (han)