Geliebter Bulli
Diese Kultauto liefen in Hannover vom Band
Aktualisiert am 15.04.2026 – 05:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Standort mit Bulli-Tradition: Seit 956 werden in Hannover Bullis gefertigt, vom Kultwagen T1 bis zum vollelektrischen ID. Buzz. (Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge)
Das Volkswagenwerk in Hannover wird 70 Jahre alt. Seit dem 8. März 1956 werden dort Bullis produziert. Ein Blick auf seine Geschichte.
Das Stammwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in Hannover ist eng mit der Geschichte des Bullis verbunden. Und die beginnt zunächst in Wolfsburg: 1950 lief dort das unter dem Namen VW T1 veröffentlichte Modell erstmals vom Band.
In den darauffolgenden Jahren wurde das Fahrzeug zum Hit. Die Nachfrage nahm so stark zu, dass sie die Produktionskapazitäten im Wolfsburger Werk überstieg. So beschloss der damalige Generaldirektor der Volkswagenwerk AG, ein eigenes Transporterwerk zu bauen.
Bei der Suche nach einem Standort fiel die Wahl auf Hannover. Für die niedersächsische Landeshauptstadt sprachen vorwiegend logistische Aspekte: So war das Werk gut an die Autobahn und über eine eigene Werkseisenbahn an das Schienennetz angeschlossen. Zudem verband der Mittellandkanal das Werk mit dem europäischen Wasserstraßennetz – was damals ebenfalls von Bedeutung war.
Die neuen Hallen wurden in nur einem Jahr gebaut. Am 8. März 1956 begann darin die Produktion. Los ging es mit dem T1. Der Bulli stieg zum Marktführer seiner Klasse auf und wurde zu einem Symbol des Wirtschaftswunders. Die geteilte Frontscheibe prägte seine Optik. Das Fahrzeug wurde als Kastenwagen, Kombi und Kleinbus verkauft.
Es folgte der T2, der von 1967 bis 1979 gefertigt wurde. Er besaß eine verbesserte Technik und eine modernere Optik. In den Jahren 1974 und 1975 wurden in Hannover zudem einige Exemplare des Kurierwagens Typ 181 und des Käfers produziert. Hinzu kam 1975 der Lasten Transporter (LT), der bis 2003 hergestellt wurde.
Danach liefen T3 (1979 – 1990), T4 (1990 – 2003), T5 (2003 – 2015) sowie T6 und T6.1 (2015 – 2024) vom Band. Der T3 war kantiger als sein Vorgänger und der letzte Bulli mit Heckmotor. Denn beim T4 wanderte der Motor nach vorn. Neu war auch ein durchgehender, ebener Laderaumboden.
