Das Gelände, auf dem das Ammoniak-Terminal entstehen soll.

AUDIO: Genehmigung für Ammoniak-Terminal (1 Min)

Stand: 15.04.2026 12:16 Uhr

Ammoniak gilt als wichtiger Baustein für die Speicherung und den Transport von grüner Energie. Von der Umweltbehörde gibt es nun grünes Licht für den Bau eines großen Ammoniak-Importterminals auf dem Gelände des Tanklager Blumensand.

Ob als alternativer Kraftstoff für die Schifffahrt oder als Speicher für Wasserstoff: Auf Ammoniak liegen große Hoffnungen bei der Energiewende. Denn Ammoniak lässt sich im Gegensatz zu Wasserstoff leichter und kostengünstiger transportieren und lagern. Der Transport mit Tankschiffen ist seit Jahrzehnten etabliert. Das macht Ammoniak auch für die Industrie, als Kraftstoff für die Schifffahrt und letztendlich den Energiesektor interessant.

Import von bis zu 600.000 Tonnen pro Jahr möglich

Eine Skizze wie die Anlagen zur Umwandlung in Wasserstoff ins Gasnetz eingeführt werden

So soll Ammoniak im Hamburger Hafen angeliefert und ins Gasnetz eingespeist werden (Skizze von MB Energy/2024).

Bis zu 600.000 Tonnen pro Jahr könnten künftig im Hamburger Hafen mit Schiffen angeliefert und gelagert werden, so das Unternehmen MB Energy. Dazu soll auf dem Gelände des Tanklager Blumensand eine neue Anlage entstehen. In direkter Nachbarschaft des Importterminals könnte eine sogenannte Crackeranlage entstehen, in der Ammoniak in Wasserstoff aufgespalten wird – um es anschließend in Wasserstoff-Pipelines einzuspeisen.

Kosten und Baudauer noch unbekannt

Was das Importterminal kostet und wann mit dem Bau begonnen wird, ist bislang nicht bekannt. Die Umweltbehörde hat nun die Genehmigung für Bau und Betrieb erteilt. Geplant ist zudem, dass im Hamburger Hafen Ammoniak in Kesselwagen der Eisenbahn verladen wird.

Der mit Ammoniak beladene Flüssiggastanker ·Yara Sela· liegt am Kai des neuen Ammoniak-Importterminals des norwegischen Unternehmens Yara International im Hafen Ostermoor.

Damit werde Brunsbüttel zur Drehscheibe für den Import von Ammoniak als Träger von grünem Wasserstoff, sagte Energiewendeminister Goldschmidt.

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