12:45 UhrFund von toter 94-Jähriger in Brunnen: Sohn unter Mordverdacht

Mehr als einen Monat nach dem Fund einer toten 94-jährigen Frau in einem Brunnen auf ihrem Grundstück im nordrhein-westfälischen Höfen ist ihr Sohn festgenommen worden. Der 64-Jährige wurde am Dienstag wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes verhaftet, wie die Staatsanwaltschaft Aachen am Mittwoch mitteilte. Der Mann kam auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauerten an.

Die 94-jährige Frau war am 7. März leblos in dem Brunnen gefunden worden. Ein zunächst bestehender Verdacht auf ein Tötungsdelikt habe sich später durch eine Obduktion bestätigt, hieß es.

12:03 Uhr“Zurück an die Arbeit“: Amazon-Mitarbeiter müssen laut Bericht trotz Leiche weiterarbeiten

In einem Amazon-Vertriebszentrum im US-Bundesstaat Oregon soll ein Mitarbeiter während der Schicht gestorben sein. Einem Bericht des Mediums „Western Edge“ zufolge, wiesen Vorgesetzte die restlichen Mitarbeiter an, weiterzuarbeiten, während erste-Hilfe-Maßnahmen an dem kollabierten 46-Jährigen durchgeführt wurden. „Ich hatte zwar keinen direkten Blick auf das Gesicht der Person, aber ich sah eine leblose Gestalt liegen“, schilderte eine Mitarbeiterin dem US-Investigativmedium. Sie habe ihre Vorgesetzte gebeten, bei den Wiederbelebungsmaßnahmen helfen zu können, worauf diese, offenbar auch geschockt, unter anderem erwidert habe: „Dreh dich einfach um und schau nicht hin. Bitte geh zurück an die Arbeit.“ Der Bericht zitiert aus mehreren Notrufen, laut denen der Mann „starke Blutungen am Kopf“ gehabt habe.

Mehrere Mitarbeiter erzählten laut Bericht, dass die Beschäftigten über eine Stunde lang weiter Behälter holten, Waren aus den Regalen nahmen und sie zur Auslieferung verluden, während der Mann tot dalag und die Geschäftsleitung über das weitere Vorgehen beriet. Der Fall ereignete sich am 6. April, laut Bericht wussten die befragten Mitarbeiter auch eine Woche später nicht, woran ihr Kollege gestorben war. Amazon erklärte in einer Stellungnahme demnach, der Mann sei an einer „vorbestehenden Erkrankung“ gestorben. Die anderen Mitarbeiter seien schließlich nach Hause geschickt worden. „Wir sind zutiefst betrübt über den Tod eines Mitglieds unseres Teams, und unsere Gedanken und unser tiefstes Mitgefühl gelten in dieser schweren Zeit seinen Angehörigen“, erklärte ein Sprecher der Firma gegenüber „Western Edge“. 

11:26 UhrVideo zeigt, wie heldenhafter Schuldirektor Amokläufer zu Boden ringt

Im US-Bundesstaat Oklahoma betritt ein bewaffneter Mann eine Highschool und zielt auf einen Schüler. Schuldirektor Kirk Moore sieht das von seinem Büro aus und handelt entschlossen: Er stürzt sich auf den Angreifer, ringt ihn zu Boden, der Schüler kann fliehen. Moore selbst erleidet eine Schussverletzung am Bein.

10:48 Uhr20 Monate untergetaucht: 60-jähriger Reichsbürger in Thüringen festgenommen

Im thüringischen Lucka hat die Polizei einen seit mehr als eineinhalb Jahren untergetauchten Reichsbürger festgenommen. Gegen den 60-Jährigen lagen drei Haftbefehle unter anderem wegen Betrugs und Verleumdung vor, wie die Polizei in Gera am Mittwoch mitteilte. Der Mann sei am Montagnachmittag in einer Wohnung widerstandslos festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei war er seit August 2024 untergetaucht.

Zuvor hatte eine 59-Jährige den Mann aufgefordert, ihre Wohnung zu verlassen, in der er zeitweise untergekommen war. Da er sich weigerte, alarmierte die Frau die Polizei. Bei der Überprüfung des Manns stellte sich heraus, dass gegen ihn elf Aufenthaltsermittlungen aus Strafverfahren vorlagen. Der 60-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Er soll dort offene Haftstrafen von insgesamt rund einem Jahr und drei Monaten verbüßen.

10:09 UhrAustralische Polizei ermittelt gegen Katy Perry

Nach Vorwürfen der Schauspielerin Ruby Rose ermitteln die australischen Behörden gegen US-Popstar Katy Perry wegen eines angeblichen sexuellen Übergriffs. Es gehe um einen mutmaßlichen sexuellen Übergriff im Jahr 2010 in der australischen Metropole Melbourne, teilte die Polizei des Bundesstaates Victoria am Mittwoch mit.

Die Polizei erklärte, wegen der laufenden Ermittlungen sei es „unangemessen“, Details zu dem Fall zu nennen. Perry wies die Vorwürfe in einer Erklärung gegenüber dem Branchenmagazin „Variety“ zurück. „Die von Ruby Rose in den sozialen Medien verbreiteten Anschuldigungen sind nicht nur rundweg falsch, es sind gefährliche rücksichtslose Lügen“, hieß es darin.

Zudem wurde in der Erklärung hervorgehoben, dass Rose immer wieder „in den sozialen Medien ernste Anschuldigungen gegen diverse Personen erhebt – Anschuldigungen, die wiederholt von den Genannten zurückgewiesen wurden“. Dieses wiederkehrende Verhalten der australischen Schauspielerin, die insbesondere durch die Gefängnis-Serie „Orange is the New Black“ bekannt ist, sei „gut dokumentiert“.

09:32 UhrWadephul hofft auf große Geldmengen für „größte humanitäre Krise“

Im Sudan passiert seit Jahren Furchtbares, und, so weh es auch tut, hinschauen ist wichtig. Einen Anlass dazu bietet nun auch die internationale Sudan-Konferenz heute in Berlin. Außenminister Johann Wadephul hofft, dass dort mehr als eine Milliarde Dollar an humanitären Hilfszusagen zusammenkommen werden. Es gehe bei der Geberkonferenz im Auswärtigen Amt darum, Staaten zur Hilfe zu motivieren, „um einfach das unermessliche Leid etwas zu lindern“, sagte Wadephul am Mittwoch im Deutschlandfunk. Kanzler Friedrich Merz hatte die Lage in dem ostafrikanischen Land am Vortag als „größte humanitäre Krise der Gegenwart“ bezeichnet.

Dort leiden zurzeit mehr als 20 Millionen Menschen wegen des Bürgerkriegs an Hunger. Die Lage im Sudan zeige die Ohnmacht der ganzen Weltgemeinschaft, kritisierte Wadephul. Man müsse seit drei Jahren eine humanitäre Katastrophe hinnehmen, ohne sie beenden zu können. Aber die heutige Sudan-Konferenz sei ein weiterer Versuch, dagegen anzukämpfen. Hintergrund ist der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und der RSF-Miliz, der am Mittwoch in sein drittes Jahr geht. Einige arabische Länder unterstützen die Rebellen mit Waffen. In dem Konflikt wird Hilfsorganisationen zufolge Hunger auch gezielt als Waffe eingesetzt und die Agrarproduktion zerstört.

09:04 UhrIAEA: Nordkoreas Fähigkeiten zum Bau von Atomwaffen „sehr deutlich gestiegen“

Nordkorea hat seine Fähigkeiten zum Bau von Atomwaffen nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA „sehr deutlich gesteigert“. Bei ihren regelmäßigen Einschätzungen habe seine Organisation eine „rasche Zunahme der Aktivitäten“ am Atomreaktor Yongyon festgestellt, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Mittwoch bei einem Besuch in Seoul. Dies deute auf eine „sehr deutliche Steigerung“ der Fähigkeiten zur Produktion von Atomwaffen hin.

Nordkorea verfügt Experten zufolge über dutzende nukleare Sprengköpfe und hat in der Vergangenheit wiederholt bekräftigt, diese trotz internationaler Sanktionen zu behalten. 2006 führte Pjöngjang seinen ersten Atomtest aus. Das international weitgehend isolierte Land argumentiert, dass es Atomwaffen zur Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung durch die USA und mit ihr verbündete Staaten wie Südkorea benötige.

08:44 UhrSchlagzeilen am Morgen

08:18 UhrLeichtes Erdbeben erschüttert Leipzig

Falls Sie in der Gegend um Leipzig wohnen, haben Sie es vielleicht mitbekommen: In der Region Leipzig/Groitzsch ist am Abend ein leichtes Erdbeben gemessen worden. Nach Daten der TU Bergakademie Freiberg betrug die Intensität 3,2 Magnitude. Der „Leipziger Volkszeitung“ sagte der Geophysiker Lutz Sonnabend vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), man gehe nach ersten Berechnungen von einem Epizentrum zwischen Neukieritzsch, Lucka und Groitzsch aus.

„In einem Radius von gut 60 bis 70 Kilometern waren die Erschütterungen am Dienstagabend zu spüren“, sagte Sonnabend der Zeitung. Dem Bericht zufolge war das Beben teils auch in Thüringen zu spüren. Zuletzt habe es ein ähnlich starkes Beben im Jahr 2017 in der Region gegeben.

07:40 UhrSturmfront zaubert gleich mehrere Bilderbuch-Tornados

Aufgrund einer besonderen Wetterlage fegen zahlreiche Wirbelstürme über Iowa in Richtung Norden. Die von Augenzeugen festgehaltenen Aufnahmen zeigen dabei teilweise perfekt geformte Trichterwolken. Trotz der eindrucksvollen Naturgewalt gibt es keine Berichte über Verletzte oder schwere Sturmschäden.

07:24 UhrDas wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

Insgesamt gibt es nach UN-Angaben knapp 11,6 Millionen Vertriebene durch den seit nunmehr drei Jahren andauernden Krieg im Sudan, 4,5 Millionen Menschen haben Zuflucht im Ausland gesucht. Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Krise der Welt. In Berlin steht der blutige Bürgerkrieg heute im Mittelpunkt der dritten internationalen Sudan-Konferenz. 

  • Bei besonders schlechtem Handynetz können Verbraucherinnen und Verbraucher künftig Tests durchführen, um vorzeitig aus dem Vertrag herauszukommen oder um weniger zu zahlen. Die Bundesnetzagentur gab bekannt, dass sie heute eine entsprechende Verordnung publiziert.

  • Die militärischen Unterstützer der Ukraine treffen sich heute in Berlin auf Einladung von Verteidigungsminister Boris Pistorius zu einer neuen Beratungsrunde.

  • Die Lufthansa feiert ihr Jubiläum unter schwierigen Vorzeichen: Gut 100 Jahre nach dem Start des ersten Linienflugs unter der Kranichmarke stehen am Frankfurter Flughafen heute die allermeisten Jets am Boden, weil erneut ein großer Teil des fliegenden Personals streikt, um bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen.

  • Der blutige Bürgerkrieg im Sudan steht im Mittelpunkt der internationalen Sudan-Konferenz. Die Veranstaltung am dritten Jahrestag des Beginns des Konflikts besteht aus einem Außenministertreffen, einer humanitären Konferenz mit Finanzierungszusagen und einer Zusammenkunft ziviler Akteure, um einen Friedensfahrplan auszuhandeln.

  • Der FC Bayern München strebt heute Abend (21.00 Uhr/DAZN) gegen Real Madrid den Einzug ins Halbfinale der Champions League an. Der deutsche Fußball-Meister geht mit einem 2:1-Vorsprung aus der ersten Partie in Spanien in das Rückspiel.

06:54 Uhr“Frisch gepresst“: Trump soll glauben, dass Cola und Fanta Krebszellen töten

Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten Gesundheitsexperten empfängt, könnte man erwarten, dass dabei ernste Themen besprochen werden. Was der Leiter des Centers for Medicare & Medicaid Services Dr. Mehmet Oz dagegen aus seinen Begegnungen mit Donald Trump zu berichten hat, klingt eher wie ein skuriller Dialog aus einem Tarantino-Film. Trump soll seine berühmte Diät-Cola demnach nicht nur aus Genuss trinken, sondern aus gesundheitlicher Überzeugung – begründet mit einer bemerkenswert eigenwilligen Logik. „Dein Vater behauptet, dass Diät-Cola gut für ihn ist, weil sie Gras abtötet, wenn man sie darübergießt – und deshalb müsse sie auch Krebszellen im Körper abtöten„, gab Dr. Oz in einem Podcast von Trumps Sohn Donald Trump Jr. wieder. Medizinisch gibt es für diese Theorie keinerlei Grundlage.

Auch an Bord der Air Force One begegneten Dr. Oz die süßen Softdrinks. Oz schilderte, wie er dort hereinkam und auf dem Schreibtisch des Präsidenten eine Flasche orangefarbener Fanta entdeckte. „Ich sage: ‚Das kann nicht Ihr Ernst sein.‘ Und er grinst mich leicht verlegen an.“ Doch Trump ließ sich von der Skepsis seines Gesundheitsberaters nicht beirren: „Er sagt: ‚Weißt du, das Zeug ist gut für mich. Es tötet Krebszellen.‘ Und dann erklärt er mir: ‚Der Saft ist frisch gepresst. Wie schlimm kann das also sein?'“

06:10 UhrTrump macht das, wofür er Biden kritisiert hat

Der US-Präsidentensohn Eric Trump wird seinen Vater Donald Trump bei dessen Staatsbesuch in China vom 14. bis 15. Mai begleiten. Dies teilte eine Sprecherin der Trump Organization mit. Eric Trump, der als Vizepräsident das Familienunternehmen mit Immobilien-, Golf- und Blockchain-Investments leitet, werde in persönlicher Eigenschaft als unterstützender Sohn mitreisen und nicht an privaten Treffen teilnehmen, hieß es.

Die Begleitung könnte jedoch Bedenken wegen möglicher Interessenkonflikte aufwerfen. Trump hatte seinen demokratischen Vorgänger Joe Biden dafür kritisiert, dass dessen Sohn Hunter ihn als Vizepräsident nach China begleitet hatte. Der Besuch ist die erste China-Reise eines US-Präsidenten seit acht Jahren.

05:48 UhrArbeitskampf bei Lufthansa geht weiter – damit ist zu rechnen

Passagiere der Lufthansa müssen trotz des beendeten Pilotenstreiks auch heute mit zahlreichen Flugausfällen rechnen. Seit Mitternacht befinden sich die rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa und ihrer Regionaltochter Cityline im Ausstand. 

Grund für den Streik ist nach Gewerkschaftsangaben ein bislang unzureichendes Entgegenkommen der Arbeitgeberseite im Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag. Bereits am vergangenen Freitag hatte UFO deshalb zum Streik aufgerufen. Teil der Arbeitskampfmaßnahmen am Mittwoch soll der Gewerkschaft zufolge auch eine Kundgebung in Frankfurt im Umfeld der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Lufthansa sein, zu denen auch Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet wird.

Am Donnerstag und Freitag wollen außerdem die Lufthansa-Pilotinnen und -Piloten die Fluggesellschaft erneut bestreiken, wie die Vereinigung Cockpit (VC) ankündigte. Zur Begründung erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro, es gebe keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber.

05:44 UhrSchlagzeilen aus der Nacht