Dass der 2021 eingeführte iX nicht mehr in den USA bestellt werden kann, hat der Konzern gegenüber dem „BMW Blog“ bestätigt. Die Entscheidung sei vor dem Hintergrund der Umstellung auf die Neue-Klasse-Plattform erfolgt, wobei der neue iX3 in den kommenden Monaten in den USA auf den Markt kommen soll. Und die nächste Generation des X5, die in den USA auch als Batterie-Elektroauto und später mit Brennstoffzelle gebaut werden wird, steht in den Startlöchern – wie der iX3 mit der Gen6-Antriebstechnologie.

Was BMW in dem Statement nicht erwähnt, ist die aktuelle Marktlage in den USA. Nach dem von der Trump-Administration beschlossenen Aus der EV-Steuergutschrift im Herbst 2025 ist der Markt für Elektroautos in den USA allgemein schwieriger geworden. BMW hat das selbst zu spüren bekommen, global haben die Münchner im ersten Quartal weniger E-Autos ausgeliefert – und dabei die Lage in den USA als einen der Gründe genannt. Da es bei BMW eben auch interne Gründe wie die kommenden, moderneren Modelle gibt, ist das US-Aus des iX also nicht direkt vergleichbar mit der Situation bei Afeela, Honda, Acura oder Nissan.

In anderen globalen Märkten wird der iX aber weiterhin verkauft, ein Produktionsende des in Dingolfing gebauten iX hat BMW noch nicht kommuniziert – wenn dann aber der iX5 mit den elektrischen Gen6-Antrieben auf den Markt kommt, dürften die Tage des iX mit der fünften Antriebsgeneration gezählt sein. Ganz ähnlich wie beim BMW i4 mit Gen5-Antrieben, der nach der Premiere des i3 auf Basis der Neuen Klasse ebenfalls vor dem Aus steht.

„Wir setzen weiterhin voll auf Elektrifizierung in den USA und stellen auf unsere kommenden Modelle der Neuen Klasse um, beginnend mit dem BMW iX3, der mit unserer neuesten eDrive-Technologie der sechsten Generation ausgestattet ist“, erklärte der BMW-Sprecher gegenüber dem „BMW Blog“. „Dies markiert den Beginn der Ära der Neuen Klasse und die Einführung dieser Technologien in unserem gesamten zukünftigen Portfolio. Wir sind überzeugt, dass diese Fahrzeuge die Erwartungen unserer Kunden übertreffen werden, wenn sie in den kommenden Monaten auf den US-Markt kommen.“

Der iX war von Anfang an als elektrischer Einzelgänger konzipiert und musste sich nicht an die übliche Multi-Energy-Strategie der Münchner halten. Er war als Showcase geplant, um die Technologien der fünften E-Antriebs-Generation zu zeigen und mit Blick auf die nächste Generation weiterzuentwickeln. Dabei hat BMW dem iX ein polarisierendes Design verpasst – der iX fällt auf, gefällt aber nicht jedem. Und war somit von Anfang an nicht für maximale Stückzahlen gedacht.

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