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Wahnsinns-Sieg im Tabellenkeller der Easycredit Basketball-Bundesliga! Die Löwen Braunschweig gewinnen am Dienstagabend mit 93:82 beim Drittletzten Science City Jena – ein besonderer Sieg für das Team, bei dem NBA-Superstar und Weltmeister-Kapitän Dennis Schröder Gesellschafter ist. Denn bei einer Niederlage wäre das Tabellenschlusslicht vorzeitig am 29. Spieltag schon abgestiegen. So lebt aber die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter bei den Niedersachsen, die nach wie vor Letzter der BBL sind!

Foto: Dyn
Die Löwen kämpfen verbissen um ihre letzte Chance. 38 Sekunden vor Ende des zweiten Viertels verkürzen die Gäste auf 38:39 – der kleinste Rückstand bisher im Spiel. Zur Pause stellt Joshua Obiesie bei Dyn klar: „Wir spielen hier, um zu gewinnen!“ Mit 41:40 für Jena geht es in die Pause. Dyn-Kommentator Johannes Hülstrung: „Es ist ein enges Höschen hier.“
Wahnsinn im BBL-Keller: Schröder-Klub verhindert vorzeitigen Abstieg!
Schon vor dem Spiel sagt Löwen-Kapitän Chip Flanigan bei Dyn: „Keiner ist nervös. Wir sind fokussiert. Wenn wir verlieren, sind wir weg. Das hat uns der Trainer erklärt. Ich muss als Kapitän die Mannschaft motivieren und viel mit allen reden. Wir haben eine gute Truppe. Viele fragen mich, auch ich frage mich: Wieso stehen wir da unten? Ich weiß es nicht. Man kann sicherlich Verletzungen anführen. Um ehrlich zu sein: Ich weiß keine Antwort.“
Kurioser Moment zuvor Mitte des zweiten Viertels: Ferdinand Zylka prallt mit Jack Pagenkopf zusammen, hält sich danach den Kiefer. Foulpfiff, Freiwürfe. Im Gespräch mit Schiedsrichterin Anne Panther fragt Zylka: „War das nicht mehr?“ Sie: „Nein. War kein Ellenbogen oder so. Ihr seid einfach nur zusammengerasselt, weil ihr unterschiedlich groß seid, hat es dich im Gesicht erwischt.“ Sie lächelt, schüttelt den Kopf, zeigt noch mal den Größenunterschied per Handgeste an. Zylka nickt und lächelt.
Auch nach Wiederbeginn bleiben die Löwen hartnäckig dran (47:48 und 49:50, 51:52). Das 53:52 ist die erste Braunschweiger Führung, drei Minuten und 15 Sekunden vor Ende des dritten Viertels. Mit 65:60 geht es ins Schlussviertel. Wahnsinn! Doch nach dem 68:62 wackeln die Gäste plötzlich wieder. Jena dreht das Spiel innerhalb weniger Sekunden zum 69:68 – Braunschweig schlägt zum 71:69 zurück. Was für ein Thriller!
88:75 – die Löwen liegen klar vorn, zwei Minuten vor Ende. Die Vorentscheidung! Wahnsinn, Braunschweig wehrt den vorzeitigen Abstieg ab! Und man gewinnt zumindest den direkten Vergleich gegen Jena aufgrund der Höhe des Sieges (78:83 im Hinspiel).
Braunschweigs Ferdinand Zylka nach dem Spiel bei Dyn: „Es gibt noch eine kleine Chance, in der Liga zu bleiben. Das ist der erste Schritt! Wir müssen jedes Spiel gewinnen. Klar, Jena und Heidelberg haben die bessere Ausgangssituation. Aber wir haben noch fünf Spiele. Wenn wir die siegreich gestalten, dann haben wir auf jeden Fall eine Chance.“