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Aktuelle News zum Iran-Krieg: USA sehen Fortschritte in Iran-Verhandlungen. US-Blockade will sechs Schiffe aufgehalten haben.

Update, 18:15 Uhr: Iran wird nach einem heute stattfindenden Treffen mit der pakistanischen Delegation über eine nächste Verhandlungsrunde mit den USA entscheiden. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine „gut informierte Quelle“. In der Meldung heißt es, dass eine Einigung der USA und Israels auf ein Waffenstillstandsabkommen mit dem Libanon ein „positives Zeichen für die Entscheidung des Iran“ bezüglich der nächsten Verhandlungsrunde wäre.

Allerdings müssten sich die USA dazu „an einen vernünftigen Verhandlungsrahmen halten“. Der Prozess dürfe nicht durch „überzogene Forderungen behindert“ und keine vor dem Waffenstillstand eingegangenen Verpflichtungen gebrochen werden. Weiter hieß es, dass US-Medien zwar über die Bereitschaft Washingtons berichtet hätten, die nächste Verhandlungsrunde zu beginnen, die iranische Delegation habe jedoch betont, dass die USA „bestimmte Grundsätze einhalten“ müssten, „die für die Aufnahme vernünftiger Verhandlungen erforderlich sind“.

Update, 18:00 Uhr: Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens drei Rettungskräfte getötet worden. Israel habe „dreimal hintereinander Rettungsteams angegriffen“, teilte das Ministerium am Mittwoch (15. April) mit. Ein vierter Helfer werde nach den Angriffen in der Ortschaft Maifadun vermisst, sechs weitere Menschen seien verletzt. Seit dem Ausbruch des US-israelischen Kriegs gegen den Iran Ende Februar hatte die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel verstärkt. Israel fliegt seitdem massive Luftangriffe auf Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Libanesischen Behörden zufolge kamen dabei bislang über 2.000 Menschen ums Leben.

Update, 17:27 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am Freitag (17. April) nach Paris reisen, um dort an Beratungen über einen möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus teilzunehmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Initiatoren der Gespräche sind der britische Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Die Bundesregierung hat bereits im Vorfeld erklärt, dass man unter bestimmten Bedingungen bereit sei, an einem Hormus-Einsatz teilzunehmen.

Update, 14:12 Uhr: Eine neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich ab: Regionale Vermittler melden Fortschritte bei den Bemühungen um eine Verlängerung der Waffenruhe, die am 22. April ausläuft. Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf mit den Mediationsgesprächen vertraute Regierungsvertreter berichtet, haben beide Kriegsparteien einer Verlängerung „grundsätzlich zugestimmt“. Ziel sei es, mindestens zwei weitere Wochen für diplomatische Lösungen zu gewinnen – unter anderem beim Streit um das Atomprogramm Teherans und die Kontrolle über die Straße von Hormus.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-KriegRauchsäule in teheranFotostrecke ansehenUSA schicken tausende Soldaten mehr in den Nahen Osten 

Update, 12:13 Uhr: Einem Bericht der Washington Post zufolge verlegt Washington einen weiteren Flugzeugträger sowie 6000 zusätzliche Soldaten in die Krisenregion. Damit steigt die Gesamtzahl der US-Truppen im Nahen Osten auf rund 56.000 Mann, zitiert Focus Online aus dem Bericht. Angesichts des Iran-Kriegs wächst der Druck auf alle Konfliktparteien, denn die bestehende Waffenruhe zwischen den USA, Israel und Teheran endet bereits in einer Woche am 22. April.

Iran-News: Trump treibt Vatikan-Streit mit Opferzahlen-Vorwurf voran

Update, 11:38 Uhr: Donald Trump hat im Streit mit Papst Leo XIV. über den Iran-Krieg nachgelegt. Auf seiner Plattform Truth Social warf der US-Präsident dem Iran vor, in den vergangenen zwei Monaten Zivilisten getötet zu haben – und richtete dabei eine direkte Botschaft an das Kirchenoberhaupt.

„Könnte bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat, und es absolut inakzeptabel ist, dass der Iran über eine Atombombe verfügt?“, schrieb Trump laut Reuters.

Der Pontifex, der aus den USA stammt, hatte sich zuletzt klar gegen den seit Ende Februar andauernden Iran-Krieg ausgesprochen. Trump hatte mit seinen Äußerungen auch Italien-Premier Giorgia Meloni gegen sich aufgebracht und ihr inzwischen die „Freundschaft“ gekündigt.

Iran aktuell: Teheran nutzte laut Bericht chinesischen Spionagesatelliten

Update, 9:11 Uhr: Iran hat laut einem Bericht der Financial Times heimlich einen chinesischen Spionagesatelliten erworben und damit US-Militärstützpunkte im Nahen Osten ausgespäht. Die Luft- und Raumfahrtkräfte der iranischen Revolutionsgarde sollen den Satelliten TEE-01B Ende 2024 übernommen haben.

Im Iran-Krieg soll der Satellit des chinesischen Herstellers Earth Eye konkret zur Aufklärung vor und nach Angriffen gedient haben – darunter der Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan in Saudi-Arabien sowie Anlagen in Jordanien, Bahrain und dem Irak. US-Präsident Donald Trump hatte am 14. März bestätigt, dass dort US-Flugzeuge getroffen worden seien, berichtet Reuters.

Update, 7:45 Uhr: US-Präsident Donald Trump denkt nach ‌eigenen Worten nicht über eine Verlängerung der noch eine Woche laufenden Waffenruhe ⁠mit dem Iran nach. Es könne so oder so ausgehen, sagte Trump dem Sender ABC News. Ein Abkommen sei jedoch vorzuziehen, da das Land dann den Wiederaufbau angehen könne. Die USA und der Iran hatten vor einer Woche ​eine zweiwöchige Waffenruhe ⁠vereinbart, um eine diplomatische Lösung des Konflikts zu erreichen.

TrumpTrump sagte dem Sender Fox News, der Krieg im Iran sei womöglich bald vorbei. (Archivbild) © Alex Brandon/AP/dpa

Update, 6:55 Uhr: JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil. „Derzeit hält die Waffenruhe“, sagte der US-Vizepräsident bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Laut Vance wurden bei den Verhandlungen in Pakistan enorme Fortschritte erzielt. „Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt“, sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch „das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen“ können. 

Trump glaubt an baldiges Ende des Iran-Kriegs

Update, 5:50 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: „Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.“ Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet. Darin teilte Trump auch die Überzeugung, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen.

Update, 15. April, 4:55 Uhr: US-Vizepräsident JD Vance gibt sich zuversichtlich über den Verlauf der Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Krieges. ​Es gebe ⁠zwar viel Misstrauen zwischen Washington und Teheran, das nicht über Nacht gelöst ⁠werden könne, sagte Vance laut Reuters bei einer ​Veranstaltung. Die ⁠iranischen Unterhändler wollten ‌jedoch eine Einigung erzielen. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was ​unsere Position angeht“, sagte er. Die ​Gespräche könnten nach Angaben von Präsident ⁠Donald Trump in den kommenden zwei Tagen in Pakistan wiederaufgenommen ⁠werden. Eine fragile zweiwöchige ‌Waffenruhe läuft noch eine Woche.

Iran-News: Israel und Libanon führen direkte Gespäche

Update, 22:24 Uhr: Israel und der Libanon haben in Washington erstmals seit mehr als 30 Jahren direkte Gespräche geführt – ohne konkretes Ergebnis, aber mit Aussicht auf Fortsetzung. US-Außenminister Marco Rubio, der beide Seiten eingeladen hatte, sprach zum Auftakt von einer „historischen Chance“ zur Aussöhnung der beiden verfeindeten Länder.

Der israelische Botschafter Yechiel Leiter bezeichnete das rund zweistündige Treffen als „wunderbaren Austausch“, die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh Moawad nannte es „konstruktiv“. Weder Datum noch Ort für ein Folgetreffen wurden genannt. Israel forderte in Washington die „Entwaffnung aller nichtstaatlichen Terrorgruppen“ im Libanon – gemeint ist die vom Iran finanzierte Hisbollah.

Iran-News: Trump stellt baldige Fortsetzung von Iran-Verhandlungen in Aussicht

Update, 21:29 Uhr: Mitten im Iran-Konflikt hat Donald Trump eine baldige neue Gesprächsrunde in Islamabad angedeutet. Der US-Präsident erklärte laut New York Post, „in den nächsten zwei Tagen“ könne Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen kommen. Dem Reporter in Islamabad sagte Trump mit Blick auf eine neue Verhandlungsrunde, er solle „wirklich dort bleiben“.

Trump verwies dabei auf die Vermittlungsbemühungen des pakistanischen Armeechefs Asim Munir, der „einen großartigen Job“ mache. Nachdem eine erste Gesprächsrunde am Wochenende ohne Einigung geendet hatte, hatte Trump die Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus angeordnet, die seit Montagnachmittag gilt.

Iran-News: Doch kein Durchbruch? US-Blockade will sechs Schiffe aufgehalten haben

Update, 14. April, 20:03 Uhr: Entgegen anderslautender Berichte ist die Teilblockade der Straße von Hormus nach US-Angaben erfolgreich. „Während der ersten 24 Stunden hat kein Schiff die US-Blockade durchbrochen, und sechs Handelsschiffe sind der Anweisung der US-Streitkräfte nachgekommen, umzukehren und erneut einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen“, erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom auf X. Laut dem Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler passierten hingegen mindestens zwei aus iranischen Häfen kommende Schiffe die Meerenge.

„Die Blockade wird unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen, einschließlich aller iranischen Häfen am Arabischen Golf und am Golf von Oman“, erklärte Centcom weiter. An der Mission nähmen mehr als 10.000 Soldaten, mehr als ein Dutzend Kriegsschiffe und dutzende Flugzeuge teil.

Iran-News: Mindestens zwei Schiffe passierten offenbar Straße von Hormus

Update, 14. April, 18:33 Uhr: Mindestens zwei Schiffe aus iranischen Häfen haben nach Angaben des Schifffahrts-Analyseunternehmens Kpler die Straße von Hormus nach Inkrafttreten der US-Teilblockade durchquert. Der unter liberianischer Flagge fahrende Frachter „Christianna“ passierte die Meerenge am Montag, nachdem er Mais in einem iranischen Hafen gelöscht hatte. Ein zweites Schiff, der unter der Flagge der Komoren fahrende Methanol-Tanker „Elpis“, durchquerte die Meerenge ebenfalls.

Trump schießt gegen Meloni wegen Iran-Krieg

Update, 14. April, 17:22 Uhr: Angesichts ausbleibender Unterstützung Italiens im Iran-Krieg hat Donald Trump der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fehlenden Mut vorgeworfen. „Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt“, sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. Er sei „schockiert über sie“ gewesen.

Die seit Oktober 2022 regierende Rechtsaußenpolitikerin galt als eine der Verbündeten Trumps in Europa und versuchte in der Vergangenheit, zwischen dem Rechtspopulisten und Kritikern in der EU vermitteln. Italien wie auch andere europäische NATO-Partner weigern sich jedoch, die USA im Krieg gegen den Iran zu unterstützen, da es sich nicht um einen Verteidigungskrieg handelt.

Update, 14. April, 15:24 Uhr: Westliche Verbündete schmieden Pläne für eine gemeinsame Sicherheitsmission in der Straße von Hormus. Wie Reuters unter Berufung auf eine informierte Person berichtet, sollen mehrere Arbeitsgruppen noch vor dem für Freitag (17. April) terminierten Treffen unter Leitung Londons und Paris‘ tagen.

Dabei sollen laut Reuters mehrere Themen erörtert werden:

  • Mögliche Sanktionen gegen den Iran
  • Zusammenarbeit mit der Industrie zur Sicherung des Seeverkehrs
  • Wahrung der Freiheit ‌der Schifffahrt
  • Wirtschaftsmaßnahmen gegen den Iran für den Fall einer anhaltenden Schließung der Straße von Hormus
  • Die Freilassung von Seeleuten und festsitzenden Schiffen

Italien setzt Deal mit Israel aus: Regierungschefin Giorgia Meloni in Verona

Update, 14. April, 13:44 Uhr: Italien setzt die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel aus. ⁠Das habe die Regierung „angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten“ entschieden, erklärt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Verona italienischen Nachrichtenagenturen zufolge. Details zu dem Abkommen nennt sie nicht.

Die Vereinbarung hatte einen Rahmen für die Verteidigungszusammenarbeit (Austausch militärischer Ausrüstung und technologischer Forschung) der Streitkräfte festgelegt. Es sah zuvor eine Erneuerung alle fünf Jahre vor und trat am 13. April 2016 in Kraft, schreibt die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Iran-News: Macron plant „defensive Mission“ in Straße von Hormus 

Update, 14. April, 13:22 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben für Freitag (17. April) zu einer Videokonferenz eingeladen, um einen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu planen. Teilnehmen sollten Staaten, „die sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission beteiligen wollen“, erklärte das französische Präsidialamt. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, „sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlauben“.

Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region.

US-Militärblockade in Hormus: China nennt Vorgehen „gefährlich und unverantwortlich“

Update, 14. April, 12:46 Uhr: China hat die US-amerikanische Blockade iranischer Häfen scharf verurteilt. Peking bezeichnete das Vorgehen Washingtons als „gefährlich und unverantwortlich“, nachdem die USA trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz in der Region ausgebaut und eine gezielte Blockade verhängt hatten. Außenamtssprecher Guo Jiakun warnte laut Reuters, das Vorgehen gefährde die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus und untergrabe die ohnehin fragile Waffenruhe. Peking rief alle Konfliktparteien zu Dialog und konkreten Deeskalationsschritten auf.

Iran-News: Verhandlungen zwischen Washington und Teheran womöglich noch diese Woche

Update, 14. April, 11:52 Uhr: Die Verhandlungsteams der USA und des Iran kehren im ‌Laufe dieser Woche für Friedensgespräche nach Islamabad zurück, wie vier Insider der ⁠Nachrichtenagentur Reuters sagten. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet Ähnliches. Demnach bemüht sich Pakistan nach Angaben aus informierten Kreisen um eine zweite Verhandlungsrunde. Gleichzeitig solle die Waffenruhe verlängert werden, um Zeit für Diplomatie zu schaffen, erfuhr die AFP in Islamabad.

Iran-News: Teheran beziffert Kriegsschäden auf 229 Milliarden Euro

Update, 14. April, 11:33 Uhr: Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen.

Iran-News: Hormus-Blockade gebrochen – Von den USA sanktionierter Tanker passiert Meerenge

Update, 14. April, 10:48 Uhr: Trotz einer vom US-Militär verkündeten Seeblockade hat ein von den USA sanktionierter Tanker die Straße von Hormus durchfahren. Das Schiff „Rich Starry“ habe die Meerenge heute früh durchfahren und verlassen, berichtete die auf Schifffahrt spezialisierte Website Lloyd‘s List. Auch laut der Website Marine Traffic war der Öl- und Chemikalientanker heute im Golf von Oman unterwegs. Ob der Tanker iranisches Öl geladen hat, ist unklar.

Der etwa 190 Meter lange Tanker fährt laut Lloyd‘s List unter falscher Flagge, aktuell unter der Flagge Malawis. Er war zuvor als „Full Star“ bekannt und unterliegt US-Sanktionen wegen seiner Beteiligung an iranischen Exporten. Tanker unter falscher Flagge sind häufig Teil einer illegalen „Schattenflotte“, die versuchen, internationale Sanktionen etwa gegen Russland oder den Iran umgehen. Diese Schiffe nutzen gefälschte Flaggen oder schalten Transponder des satellitengestützten Systems AIS aus oder manipulieren diese.

Trump-Vize Vance nennt rote Linien für Verhandlungen mit Teheran

Update, 14. April, 10:17 Uhr: In den Verhandlungen um ein Ende des Iran-Krieges ist JD Vance zufolge Teheran am Zug. „Ich glaube wirklich, dass der Ball im Feld der Iraner liegt, weil wir sehr viel auf den Tisch gelegt haben“, sagte der US-Vizepräsident zu Fox News. „Wir haben tatsächlich sehr klar gemacht, wo unsere roten Linien verlaufen“, fügte er hinzu.

Besonders in zwei Punkten habe US-Präsident Donald Trump klar gemacht, „dass wir keinerlei Spielraum haben“, sagte Vance.
Diese Punkte seien:

  • die US-Kontrolle über das angereicherte Uran des Iran
  • ein Überprüfungsmechanismus, um sicherzustellen, dass Teheran in Zukunft keine Atomwaffe entwickelt

„Es ist das eine, wenn die Iraner sagen, sie werden keine Atomwaffe besitzen“, sagte der US-Viz Vance. „Es ist etwas anderes, wenn wir einen Mechanismus schaffen, der sicherstellt, dass das nicht passieren wird.“

Iran-News: USA forderten angeblich 20 Jahre Pause iranischer Urananreicherung

Update, 14. April, 9:24 Uhr: Die USA haben bei den jüngsten, ergebnislos gebliebenen Verhandlungen mit dem Iran US-Medienberichten zufolge eine 20-jährige Pause der iranischen Urananreicherung gefordert. Washington habe Teheran aufgefordert, zuzustimmen, 20 Jahre lang kein Uran anzureichern.

Das berichtete jetzt das Wall Street Journal unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Kreise. Im Gegenzug sah der US-Vorschlag demnach eine Lockerung der Sanktionen vor. Wie die New York Times berichtete, schlug der Iran daraufhin vor, seine nuklearen Aktivitäten fünf Jahre lang auszusetzen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gefordert, dass der Iran sein Atomprogramm vollständig einstellt.

Iran-News: US-Blockade in der Straße von Hormus gebrochen – Sanktionierter Tanker passiert Meerenge

Erstmeldung: Trotz der US-Teilblockade in der Straße von Hormus ist einem sanktionierten chinesischen Tanker die Durchfahrt aus dem Persischen Golf gelungen. Einem zweiten sanktionierten Schiff zufolge nimmt ebenfalls Kurs auf die Meerenge. Das erste Schiff gehört der von den USA sanktionierten Reederei Shanghai Xuanrun Shipping und transportiert Methanol aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie Reuters unter Berufung auf LSEG-Daten berichtet. Ein weiterer leerer Tanker, der bereits russisches und iranisches Öl befördert hat, soll laut Kpler-Daten im Irak Heizöl laden. Washington will Schiffen die Durchfahrt verweigern, die vom Iran geforderte Transitgebühren an Teheran entrichten.