Bunte Plakate, Luftballons und viele kleine Stimmen: In der Neustadt haben am Mittwoch zahlreiche Familien gegen das drohende Aus der Kita Kohlhöfen protestiert.

Am Nachmittag setzte sich der Demonstrationszug wie angekündigt von der traditionsreichen Einrichtung in den Kohlhöfen in Bewegung. Eltern, Kinder, Angehörige und Unterstützer zogen gemeinsam durch das Viertel – lautstark und kreativ.

Kita-Kinder demonstrieren bunt und laut gegen Schließung

Besonders auffällig: Viele Kita-Kinder liefen selbst mit, hielten gemalte Schilder fest oder schwenkten Luftballons. Vorneweg trugen sie ein großes Banner mit der Aufschrift „Rettet Kita Kohlhöfen! Hamburgs älteste Kita muss bleiben!“ – ein deutliches Zeichen dafür, wie emotional das Thema für die Familien ist.

Eltern befürchten Mangel an Alternativen für ihre Kinder

Die Kita, gegründet im Jahr 1852, gilt als älteste Kinderbetreuungseinrichtung Hamburgs. Sie soll nach Plänen des Trägers Elbkinder zum 31. August 2027 geschlossen werden. Als Gründe werden unter anderem hohe Sanierungskosten in Millionenhöhe sowie eine gesunkene Nachfrage genannt.

Für viele Eltern kommt die Entscheidung überraschend. Sie befürchten nicht nur fehlende Alternativen, sondern auch einen tiefen Einschnitt für ihre Kinder. „Eine Kita ist mehr als ein Kostenfaktor“, hatten Eltern bereits im Vorfeld betont – und machten diese Botschaft nun auch auf der Straße sichtbar.

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Mit der Demo wollen sie Druck aufbauen und erreichen, dass die Entscheidung noch einmal überdacht wird. Für sie steht fest: Die Kita Kohlhöfen ist nicht nur ein Betreuungsort, sondern ein Stück gelebte Hamburger Geschichte.