In der Nacht zu Dienstag haben vier maskierte Männer auf dem Gelände der „Gärten der Welt“ in Marzahn einen schweren Raub verübt. Die Polizei bestätigte dem Tagesspiegel einen entsprechenden Bericht der „B.Z.“.

Jeden Morgen ab 6 Uhr Herausgeber Lorenz Maroldt und sein Team berichten im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über Berlins Irrungen und Wirrungen. Hier kostenlos anmelden.

Gegen 1.20 Uhr sollen die Täter demnach in den Verwaltungs- und Wirtschaftshof an der Eisenacher Straße eingedrungen sein. Dort verschafften sich die Täter gewaltsam Zugang zum Bereich des Sicherheitsdienstes und trafen auf zwei Mitarbeiter.

Die Männer bedrohten die Sicherheitskräfte mit einer Pistole und einem Brecheisen, verletzten sie und verlangten den Schlüssel zum Tresor, welchen die Mitarbeiter herausgaben.

Die Räuber nahmen daraufhin Bargeld in sechsstelliger Höhe an sich. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um Einnahmen des Kirschblütenfests vom Wochenende. Anschließend flüchteten die Täter zu Fuß in Richtung Helle Mitte. Die beiden verletzten Sicherheitsmitarbeiter kamen ins Krankenhaus. Hinweise auf ein Fluchtfahrzeug gibt es nicht.

Die Täter sollen 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank bis normal gebaut gewesen sein. Sie trugen schwarze Kleidung und Sturmhauben mit durchgehendem Augenschlitz und sprachen Deutsch mit russischem Akzent. Einer soll mit einer Schusswaffe bewaffnet gewesen sein. Die Kriminalpolizei der Direktion 3 hat die Ermittlungen aufgenommen, wie ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel sagte.

Der Wirtschaftshof ist eher leicht zugänglich

Die „Gärten der Welt“ erstrecken sich über eine Fläche von etwa 21 Hektar in Marzahn, der Zugang ist nachts nicht möglich. Doch der Wirtschaftshof, in dem noch in der Nacht zu Dienstag sechsstellige Bargeldbeträge gelagert wurden, befindet sich verhältnismäßig leicht zugänglich an der Nordseite des weitläufigen Gartengeländes, gleich in der Nähe des kleineren Nordeingangs an der Eisenacher Straße – einen weiten Fluchtweg hatten die Täter nicht.

Wie hoch die Schadenssumme genau war und wer überhaupt wissen konnte, dass das Bargeld ausgerechnet dort gelagert wurde, ist unklar – Grün Berlin, die landeseigene Betreiberfirma der Gärten, und die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt beantworteten am Mittwoch mit Hinweis auf laufende Ermittlungen keine Fragen.

Weitere Neuigkeiten aus BerlinHype um Marina Abramović Mehr als 400 Meter lange Schlange zur Eröffnung ihrer neuen Ausstellung in Berlin Er war „auf Rache aus“ Bewohner nach Hausbrand mit zwei Toten zu lebenslanger Haft verurteilt Pflanzaktion beschert dem Berliner Norden frisches Laub Ahorne, Buchen und Eschen sollen diese Straßen ergrünen lassen

„Die Kriminalpolizei bittet um äußerste Zurückhaltung“, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung. Grün Berlin teilte auf Anfrage mit: „Die polizeilichen Ermittlungen zur Tat und zu den Hintergründen laufen; zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir daher keine weiteren Informationen übermitteln.“