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Los Angeles (USA) – Die dritte Staffel der HBO-Erfolgsserie Euphoria ist gestartet – und entfacht schon jetzt hitzige Diskussionen. Im Mittelpunkt steht ausgerechnet Sydney Sweeney (28), die in den neuen Folgen mit provokanten Outfits und freizügigen Szenen für Aufsehen sorgt.
Darum geht’s: Sweeneys Rolle Cassie will die Hochzeit mit ihrem Freund Nate (gespielt von Jacob Elordi, 28) perfekt machen. Luxus, Blumen für rund 50.000 Dollar (ca. 42.000 Euro), ein Traum in Weiß. Doch Nate blockt ab, findet die Ausgaben übertrieben. Cassie kontert kühl, sie habe eine Lösung. Kurz darauf fällt das Wort OnlyFans. Für sie kein Tabu, sondern eine Möglichkeit, sich selbst zu finanzieren.

Jacob Elordi (28, r.) spielt Sweeneys Verlobten Nate. Er hat anfangs große Probleme mit ihrer Entscheidung, Geld mit OnlyFans zu verdienen
Foto: HBO/TNI PRESS LTD.
Cassies neuer Plan
Was dann folgt, sorgt für Stirnrunzeln weit über die Serie hinaus. In Trailern und Szenen inszeniert sich Cassie bewusst provokant. Einmal mit Schnuller und Zöpfen wie ein Baby, dann wieder in einem Hundekostüm, dazu eindeutig sexualisierte Inhalte. Die Figur stellt ihren Körper offen zur Schau, kalkuliert, was Aufmerksamkeit bringt und Geld einspielt. Für viele Zuschauer wirkt das nicht nur gewagt, sondern verstörend.

Szenen wie diese sorgen aktuell für heftige Diskussionen
Foto: HBO MAX/PLANET PHOTOS

Dieses Bild aus dem neuen „Euphoria“-Trailer sorgt gerade für Kritik im Netz: Sydney Sweeney als Cassie mit Schnuller und Zöpfen in bewusst provokanter Inszenierung
Foto: HBO MAX/PLANET PHOTOS
Kritik zu Sydney Sweeney wird immer lauter
Im Netz überschlagen sich die Reaktionen. Fans diskutieren, ob die Serie hier eine Grenze überschreitet. Auch Medien gehen hart ins Gericht. Die britische Zeitung „The Telegraph“ wird dabei besonders drastisch: „Euphoria fühlt sich inzwischen an wie die frauenfeindlichen Fantasien eines widerlichen alten Mannes.“
Mehr zum ThemaCreator verteidigt die Serie
Ein Vorwurf, der nicht nur die Figur Cassie trifft, sondern direkt auf Serienschöpfer Sam Levinson (41) zielt. Genau der hat sich inzwischen zu Wort gemeldet. „Wir wollten eine zusätzliche Ebene der Absurdität einbauen“, erklärt er. Die Darstellung sei bewusst so angelegt, nicht sexy oder glamourös, sondern unangenehm und verstörend. Es gehe darum, zu zeigen, wie sich Figuren in ihrer eigenen Welt verlieren und welchen Preis sie dafür zahlen.

Sydney Sweeney und „Euphoria“-Schöpfer Sam Levinson (41) bei der Premiere der dritten Staffel in Los Angeles
Foto: picture alliance/Jordan Strauss/Invision/AP
Bei den Zuschauern spalten sich die Meinungen zu den neuen Szenen. Für die einen ist es eine schonungslose Darstellung moderner Selbstinszenierung im Netz. Für die anderen geht „Euphoria“ damit einen Schritt zu weit. Klar ist nur: Kaum eine Serie sorgt aktuell für so viel Gesprächsstoff.