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Diese Negativserie weitet sich allmählich zu einer echten Krise aus. Ratiopharm Ulm kassiert in der Easycredit Basketball-Bundesliga die nächste Niederlage, verliert bei den Niners Chemnitz deutlich mit 66:79. Es ist die dritte Pleite in Folge für den Vizemeister und die vierte in den letzten fünf Spielen.

Und das gegen einen Gegner (Rang 12), der selbst nicht vor Selbstvertrauen strotzt, vier seiner letzten fünf Partien verlor, nun aber den Abwärtstrend stoppen kann und wieder auf den Einzug in die Play-Ins (ab Platz 10) hoffen darf.

Die Ulmer Pleite bahnt sich schon in Hälfte eins an, da liegen die sie kurz vor der Pause schon mit Minus 16 zurück (22:38). Zur Halbzeit können sie immerhin verkürzen – 34:41 aus Gästesicht.

Foto: Dyn

Doch bei den Hausherren traut man dem Vorsprung noch nicht. Niners-Boss Steffen Herhold lässt im Dyn-Halbzeit-Interview Frust über die Leistungen in dieser Spielzeit ab: „Wir liefern in der BBL nicht ab diese Saison. Wir sind unkonstant. Ich kann zehn Spiele aufzählen, von denen wir acht nicht verlieren dürfen – haben wir aber. Deswegen bin ich auch angespannt.“ Er warnt: „Wir haben jetzt eine gute erste Halbzeit gesehen, aber wir schaffen es nicht, 40 Minuten ein konstantes Level abzurufen. Das ist unsere große Herausforderung, ich hoffe, dass wir heute den Bock umstoßen.“

Nächste BBL-Pleite: Vizemeister rutscht in die Krise

Zunächst sie es so aus, als würden Herholds Befürchtungen abermals Realität werden und die Niners einbrechen. In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel schmilzt ihr Vorsprung ruckzuck auf zwei Zähler zusammen. Aber: Chemnitz stabilisiert sich, hält dagegen und erarbeitet sich vor dem Schlussviertel wieder eine komfortable Zehn-Punkte-Führung (57:47). Das sollte doch reichen für den Sieg!

Tut es auch, weil Ulm viel zu viel verwirft, vor allem von draußen (nur 8 von 32 Versuchen sitzen/28 Prozent). Ulms Ex-Nationalspieler Chris Sengfelder bei Dyn: „Eine sehr frustrierende Niederlage, wir haben ein bisschen unseren Rhythmus verloren und den gilt es jetzt wiederzufinden.“ Eine Krise, die kurz vor Beginn der Post Season zur Unzeit kommt. Den Ulmern (noch Sechster) droht nun der Verlust des direkten Playoff-Platzes. Die punktgleichen Trierer lauern bereits. Bester Werfer des Abends: Der Chemnitzer Eric Washington mit 17 Punkten.

Die Niners erwarten als nächstes Aufsteiger Science City Jena (Samstag,16 Uhr/Dyn) zum Ost-Schlager. Die Thüringer stecken in akuter Abstiegsnot und feuerten am Mittwoch ihren Trainer. Ulm reist weiter nach Rostock zu den Seawolves (Sonntag, 16.30 Uhr/Dyn), wo die Pleitenserie gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoffs unbedingt gestoppt werden soll.