Der Winter ist endgültig vorbei: Zartes Grün sprießt an den Bäumen und Narzissen und Tulpen sorgen für prächtiges Farbspiel auf den Wiesen. Passend dazu begeben sich auch die Niederrheinischen Sinfoniker am Donnerstag, 30. April, ab 20 Uhr im Konzertsaal des Theaters Mönchengladbach auf eine Reise durch den Frühling – und durch alle anderen Jahreszeiten. Beim Sonderkonzert „Die acht Jahreszeiten“ steht unter anderem die berühmte Komposition von Antonio Vivaldi auf dem Programm. Jedes der vier naturalistischen, in Italien angesiedelten Violinkonzerte ist dabei einer anderen Jahreszeit gewidmet. Eindrücke von ersten Sonnenstrahlen und bunten Blättern im Herbst werden durch die Werke lebendig: Vögel zwitschern, Tiere leiden unter der erdrückenden Hitze des Sommers, Landleute feiern die Ernte und im Winter sorgen Wind und eisige Kälte für Zähneklappern.
Die farbenreiche Musik von Vivaldi ist zugleich Inspiration für das Schaffen von Astor Piazzolla gewesen – den Begründer des „Tango Nuevo“. Seine „Vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ wurden ursprünglich für ein Quintett aus Geige, Klavier, E-Gitarre, Kontrabass und Bandoneon geschrieben. Leonid Desyatnikov arrangierte die leidenschaftlichen Klänge Piazzollas dann – wie bei Vivaldi – für Solovioline und Streichorchester. Außerdem verstärkte die Bezüge zwischen den beiden Werken, indem er in den estaciones porteñas aus den stagioni zitiert. Als Solisten sind in dem Sonderkonzert die vier Konzertmeister Philipp Wenger, Chisato Yamamoto, Fabian Kircher und Emir Imerov der Niederrheinischen Sinfoniker zu hören. Jeder von ihnen präsentiert eine Jahreszeit.
Kinderkonzert im Theater Mönchengladbach
Wenige Tage vorher – am Sonntag, 26. April, ab 11 Uhr – findet auf der Großen Bühne im Theater außerdem das nächste Kinderkonzert der Niederrheinischen Sinfoniker statt. Bei dem Angebot, das sich an Familien und an die allerjüngsten Konzertgänger ab sechs Jahren richtet, werden gemeinsam mit dem Kobold „Kiko“ berühmte Komponisten und bekannte Werke gemeinsam entdeckt.
Dieses Mal hat sich ein Gast aus dem hohen Norden angekündigt: Edvard Grieg aus Norwegen. Sein „In der Halle des Bergkönigs“ aus Peer Gynt dürfte selbst dem ein oder anderen jungen Gast bereits bekannt vorkommen. Kiko ist außerdem vom prächtigen Schnurrbart des Komponisten begeistert – und von dem Namen, den Grieg seinem Wohnhaus gegeben hat: Troldhaugen. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Trollhügel“. Gemeinsam mit Kiko und Dirigent Sebastian Engel begeben sich die jungen Gäste auf eine spannende Reise – und erfahren unter anderem, warum Grieg ursprünglich Pfarrer werden wollte und warum er zum Studieren nach Leipzig ging.